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Kommentar
21:45 Uhr, 29.08.2025

Analyse: US-Dollar Index - Wie geht es im September weiter?

Der US-Dollar dürfte den heutigen Handelstag wohl nahe den Tagestiefs beenden. Hinter dem Greenback liegt eine turbulente Woche: Zunächst konnten die Verluste nach Powells eher dovisher Haltung wieder aufgeholt werden, nur um zum Wochenende hin die Gewinne erneut abzugeben.

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Der US-Dollar dürfte den heutigen Handelstag wohl nahe den Tagestiefs beenden. Hinter dem Greenback liegt eine turbulente Woche: Zunächst konnten die Verluste nach Powells eher dovisher Haltung wieder aufgeholt werden, nur um zum Wochenende hin die Gewinne erneut abzugeben.

Einen klaren Auslöser für die heutige Schwäche gab es nicht. Die PCE-Daten entsprachen den Erwartungen, sodass weder positive noch negative Impulse aus dieser Richtung kamen. Denkbar ist, dass der schwache Aktienmarkt einen gewissen Einfluss hatte. Ebenso könnte es sich aber schlicht um Monatsend-Flows handeln, die mit zunehmender Dynamik Richtung London Fix verstärkt wurden.

Der Blick richtet sich nun klar auf den September – ein entscheidender Monat für die Märkte. Auf der Agenda stehen der US-Arbeitsmarktbericht (NFP), die Inflationszahlen (CPI) sowie die FOMC-Sitzung. Der Markt ist derzeit mit hoher Sicherheit überzeugt, dass es zu einer Zinssenkung kommen wird: Die Wahrscheinlichkeit liegt bei rund 89 %. Für das Gesamtjahr sind aktuell etwa 55 Basispunkte – also zwei Zinssenkungen – eingepreist.

Dieser Stimmungsumschwung wurde durch den letzten Arbeitsmarktbericht ausgelöst, der schwächer als erwartet ausfiel und deutliche negative Revisionen der Vormonate enthielt. Die Fed hat klar gemacht, dass sie dem Arbeitsmarkt größere Bedeutung beimisst als der Inflation – auch weil sie den jüngsten Inflationsanstieg als „transitory“ einstuft.

Die kommenden Daten werden entscheidend für die Erwartungen. Bereits die ISM-PMIs und vor allem der ADP-Bericht in der nächsten Woche könnten die Marktpositionierungen prägen, bevor die offiziellen NFP-Zahlen veröffentlicht werden.

  • Starke Daten könnten die Wahrscheinlichkeit für eine September-Senkung in Richtung 50:50 drücken, zu einer hawkisheren Neubewertung der Zinskurve führen und den Dollar stützen.
  • Schwache Daten hingegen würden die dovishen Wetten verstärken – mit der Möglichkeit, dass der Markt bis Jahresende sogar drei Zinssenkungen einpreist, was den Dollar belasten würde.

Manche Beobachter führen die Schwäche des Dollars auch auf eine Erosion der Fed-Unabhängigkeit zurück. Ich persönlich halte dieses Argument derzeit noch für überbewertet und eher für Hintergrundrauschen.

Gleichzeitig bleibt zu beachten: Selbst wenn schwache Daten Zinssenkungen wahrscheinlicher machen, könnten diese in den Folgequartalen die wirtschaftliche Aktivität ankurbeln. Eine darauffolgende hawkishere Neubewertung der Zinsen könnte den Dollar mittelfristig sogar stützen. Dieses Szenario sollte man im Hinterkopf behalten – allerdings erst, wenn die Fed tatsächlich mit den Senkungen beginnt.

Fazit: Kurzfristig entscheidet die Datenlage der kommenden Woche über die Richtung. Die Märkte positionieren sich bereits, und der Dollar bleibt stark von diesen Erwartungen abhängig.

Quelle: https://www.cnbc.com/quotes/.DXY


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