ALZHEIMER-AKTIEN unter Druck!
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Über die positiven Studiendaten des Alzheimermedikaments Lecanemab berichtete stock3 im September. Nach einem guten Lauf geht es heute in die Gegenrichtung. Der Grund: Es wurde ein zweiter Todesfall einer Probandin bekannt.
Das Science-Magazin berichtete am Wochenende ausführlich und beim Lesen des Artikels wird es einem ganz anders zumute. So wurden einer 65-jährigen Alzheimer-Patientin, die auch die Studie mit Lecanemab durchlaufen hatte, aufgrund eines Schlaganfalls blutverdünnende Medikamente verabreicht, die daraufhin wohl auch aufgrund der Vorbehandlung durch Lecanemab zu massiven Hirnblutungen führten. Schlussendlich verstarb die Patientin unter teils höllischen Schmerzen.
Sehr deutlich wird Rudolph Castellani, eine Neuropathologe, der die Autopsie der Patientin durchgeführt hatte. Es sei ein "sehr dramatischer" Fall. Wortwörtlich wird er wie folgt zitiert: "Es besteht kein Zweifel meiner Ansicht nach, dass die Kranheit und schlussendlich der Tod durch die Behandlung verursacht wurde. Hätte die Patientin Lecanemab nicht bekommen, wäre sie heute noch am Leben."
Wird Lecanemab das zweite Aduhelm?
Ich kann mir nicht helfen, aber das erinnert mich alles schon wieder stark an das Desaster rund um Biogens erstes Alzheimerprodukt, Aduhelm. Aus Patientensicht wird sich die US-Arzneimittelbehörde FDA die Daten nun vor allen Dingen auch unter dem Sicherheitsaspekt detailliert ansehen müssen. Eventuell wird die FDA auch hier ein Expertenpanel befragen, wobei die letzte Entscheidung pro Aduhelm ja gegen den Rat eines solchen Panels erfolgte. Nach aktuellem Stand wird die Behörde ihr Votum über Lecanemab am 6. Januar 2023 abgeben.
Die Aktien der Lecanemab-Entwickler Eisai, Biogen und Bioarctic stehen heute allesamt unter Abgabedruck, hatten sich zuletzt aber auch gut entwickelt.



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