ALPHABET öffnet seine KI für das Pentagon
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- Alphabet Inc. (Class C) - WKN: A14Y6H - ISIN: US02079K1079 - Kurs: 348,520 $ (Nasdaq)
- Alphabet Inc. (Class A) - WKN: A14Y6F - ISIN: US02079K3059 - Kurs: 350,340 $ (Nasdaq)
Nun folgt die nächste Wendung: Der Konzern hat laut einem Bericht von The Information ein Abkommen mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen, das den Einsatz seiner KI-Modelle in klassifizierten Umgebungen erlaubt. Damit reiht sich Google neben OpenAI und xAI ein.
Dem Bericht zufolge darf das Pentagon Googles Modelle für "jeden rechtmäßigen Regierungszweck“ verwenden. Klassifizierte Netzwerke dienen typischerweise besonders sensiblen Anwendungen, von Einsatzplanung bis Zielerfassung. Bereits 2025 hatte das Ministerium Verträge im Volumen von jeweils bis zu 200 Mio. USD mit mehreren führenden KI-Anbietern geschlossen, darunter Google, OpenAI und Anthropic. Reuters hatte zuvor berichtet, dass das Pentagon Unternehmen drängte, ihre Modelle auch auf geschützten Netzen ohne die üblichen Nutzungsbeschränkungen verfügbar zu machen.
Sicherheitsklauseln sollen Schutz bieten
Brisant ist weniger der Vertrag selbst als dessen Ausgestaltung. Laut Bericht verpflichtet sich Google, Sicherheitsfilter und Schutzmechanismen auf Wunsch der Regierung anzupassen. Zugleich enthält das Abkommen Formulierungen, wonach das System nicht für inländische Massenüberwachung oder autonome Waffen ohne angemessene menschliche Kontrolle gedacht sei.
Doch auch diese Leitplanken haben Grenzen. Demnach behält Google kein Vetorecht gegen rechtmäßige operative Entscheidungen der Regierung. Praktisch bedeutet das: Der Konzern liefert Technologie und kann Grundsätze formulieren, entscheidet aber nicht über den konkreten militärischen Einsatz. Für Kritiker ist genau das der neuralgische Punkt.
Google erklärte gegenüber Reuters, man unterstütze Behörden sowohl bei klassifizierten als auch nicht klassifizierten Projekten. Der Konzern halte am Konsens fest, dass KI weder für Massenüberwachung im Inland noch für autonome Waffensysteme ohne menschliche Aufsicht eingesetzt werden solle. Der Zugang zu kommerziellen Modellen über APIs und auf Google-Infrastruktur sei ein "verantwortungsvoller Ansatz“ zur Unterstützung der nationalen Sicherheit.
Die Aussage zeigt, wie stark sich der Ton im Silicon Valley verändert hat. Während Unternehmen vor wenigen Jahren Distanz zu Militärprojekten suchten, gilt die Zusammenarbeit mit Staaten inzwischen zunehmend als Wachstumsmarkt. KI-Modelle werden nicht mehr nur als Produktivitätswerkzeug verstanden, sondern als geopolitische Infrastruktur.
Für Alphabet ist der Schritt wirtschaftlich nachvollziehbar. Staatliche Großaufträge versprechen planbare Erlöse, hohe Eintrittsbarrieren und Prestige. Für das Pentagon wiederum ist der Zugang zu den besten kommerziellen Modellen entscheidend, um mit geopolitischen Rivalen Schritt zu halten.
Die Debatte wird damit nicht enden, sondern erst beginnen: Je leistungsfähiger generative KI wird, desto drängender stellt sich die Frage, wer ihre Grenzen definiert Unternehmen, Regierungen oder Gerichte.
Fazit: Es gab intern bei Alphabet großen Widerstand gegen einen solchen Deal. Das Management hat die MItarbeiter hier aber jetzt offensichtlich unterstützt. Was aus dem alten Firmenmotto aus dem damaligen Emissionsprospekt wird "Don't be evil", also "Sei nicht böse", muss jeder für sich selbst bewerten.
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...wir laufen sehenden Auges in einen Techno-Faschismus erster Güte...Karp, Thiel, Musk, Zuckerberg und jetzt macht sogar Alphabet mit...autsch!
Der Wandel in den USA von einer (zivilen) Konsumgesellschaft zu einem Staatskapitalismus mit dem Fokus auf Rüstung wird immer offensichtlicher. Wer als Unternehmen profitieren will, wird versuchen an die nahezu unbegrenzten, schuldenfinanzierten Staatsaufträge mit den exorbitant hohen Gewinnmargen zu kommen. Im Sinne der Transparenz ist es begrüßenswert, wenn mit der Illusion aufgeräumt wird, bei KI spielen nicht militärische Interessen (z. B. zukünftige Roboterarmeen, autonome Waffensysteme) eine treibende Rolle.