ALIBABA warnt vor KI-Blase in den USA
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- Alibaba Group Holding Ltd. Reg.Shs (sp.ADRs)/8 DL-,000025Kursstand: 125,000 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der VeröffentlichungVerkaufenKaufen
- Alibaba Group Holding Ltd. Reg.Shs (sp.ADRs)/8 DL-,000025 - WKN: A117ME - ISIN: US01609W1027 - Kurs: 125,000 € (XETRA)
Alibaba Chairman Joe Tsai äußerte sich kürzlich besorgt über die gigantischen Summen, die für KI-Infrastruktur aufgerufen werden. „Man hört von 500 Milliarden USD und noch höheren Beträgen“, erklärte Tsai auf dem Global Investment Summit von HSBC in Hongkong. „Ich halte diese Investitionen für überzogen. Die Unternehmen investieren in etwas, für das die Nachfrage noch gar nicht vorhanden ist.“ Tsai zeigte sich insbesondere alarmiert von der Entwicklung ganzer Rechenzentren, die scheinbar „auf Verdacht“ gebaut werden – eine Praxis, die er als Anzeichen einer „Blase“ im Entstehen sieht.
Nachfrage ist derzeit noch nicht vorhanden
Doch während die US-amerikanische KI-Szene also zunehmend in eine spekulative Phase eintritt, verfolgt Alibaba eine andere Strategie. Der chinesische Technologieriese hat angekündigt, in den kommenden drei Jahren rund 380 Milliarden Yuan (etwa 52 Milliarden USD) in die Erweiterung seiner KI- und Cloud-Computing-Infrastruktur zu investieren. Alibaba setzt also im Gegensatz zu den US-Peers auf maßvolle, zielgerichtete Investitionen in eine Technologie, die in China – trotz ihrer Potenziale – noch nicht den gleichen Hype wie in den USA erfahren hat.
Im Kontext dieser vorsichtigen KI-Investitionen hat Tsai auch die wirtschaftlichen Aussichten für Alibaba und den gesamten chinesischen Tech-Sektor in den letzten Monaten als zunehmend positiver beschrieben. Nach Jahren der regulatorischen Einschränkungen, die Unternehmen wie Alibaba schwer belastet hatten, sieht Tsai durch die Öffnung Pekings für den privaten Sektor nun eine neue Dynamik. Er erklärte, dass der jüngste Dialog zwischen Präsident Xi Jinping und führenden Unternehmern, darunter auch Alibaba-Mitgründer Jack Ma, ein „sehr klares Signal“ an die Wirtschaft gesendet habe, das Vertrauen in den Markt zurückzubringen.
„Wir haben den Tiefpunkt erreicht“, so Tsai. „Alibaba hat in den letzten zwölf Quartalen seine Belegschaft kontinuierlich reduziert, doch nun sehen wir den Beginn einer Trendwende.“ Das Unternehmen plane, wieder aktiv einzustellen – ein Schritt, den Tsai als entscheidend für die wirtschaftliche Erholung Chinas betrachtet. „Sobald Menschen eingestellt werden, schafft das Arbeitsplatzsicherheit, was sich wiederum positiv auf das Vertrauen der Verbraucher auswirkt.“
Fazit: Sind wir schon mitten in einer KI-Bubble? Gut möglich! Begründet werden die Investitionen mit immer komplexeren KI-Modellen, die u.a. "reasoning" verwenden. Ein nettes Spielzeug, wenn man es mal ausprobiert. Ob diese Möglichkeiten aber überhaupt ausgeschöpft werden müssen, gerade im Alltag, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die Anzeichen für eine Blase verdichten sich, gerade im Bereich der Hardware.
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Und investiert selbst wie blöd in KI bzw ihr Anstieg basiert auch nur darauf. Und ja - Hypes wie C3.ai wird es immer geben. Hypes gibt es ja überall auch bei Deutschen Nebenwerten wie Steyr oder Deutz