Kommentar
11:20 Uhr, 05.01.2026

Aktienmärkte setzen Höhenflug fort

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Kurswechsel in Caracas

Delcy Rodriguez, Venezuelas neue Präsidentin, sucht nach der Festnahme Maduros durch die USA die Annäherung an Washington. In einer Erklärung lud sie die USA zu einer "Kooperationsagenda" im Rahmen des Völkerrechts ein - ein deutlicher Schwenk nach scharfer Erstkritik. Präsident Donald Trump kündigte an, ein US-Team werde das Land "führen", warnte Rodriguez zugleich und forderte "vollen Zugang" zum Öl. Außenminister Marco Rubio betonte, Taten zählten mehr als Worte. Intern droht Widerstand von Hardlinern. Maduros Status gilt offiziell als "vorübergehende Abwesenheit"; er soll in New York vor Gericht erscheinen.

Tech-Euphorie treibt Asiens Börsen auf Rekord

Asiens Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt neue Höchststände erklommen. Der MSCI-Index für die Region legte zeitweise um 1,7 % zu, angeführt von Schwergewichten der Halbleiterindustrie wie Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing. Der japanische Nikkei liegt aktuell sogar bei über 3 % im Plus. Auch Schwellenländerbarometer erreichten Rekordstände, während die Aktienfutures auf amerikanische und europäische Leitindizes ebenfalls zulegten. Der anhaltende Kapitalzufluss in KI bleibt der zentrale Treiber: Nach dem stärksten Jahresauftakt seit 2012 setzt der Markt darauf, dass hohe Investitionen der Tech-Konzerne die Gewinnentwicklung weiter stützen.

Edelmetalle glänzen, Öl schwankt

Parallel dazu stiegen die Preise für Edelmetalle kräftig: Silber gewann bis zu 4,8 %. Kupfer näherte sich in Erwartung einer angespannten Angebotslage seinen historischen Höchstständen. Am Ölmarkt blieb die Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela zunächst verhalten: Brent gab zum Handelsstart zwar bis zu 1,2 % nach, erholte sich aber rasch und pendelte sich nahe 61 Dollar je Barrel ein. Berichte, wonach zentrale Fördereinrichtungen und Verladehäfen des Landes weiterhin operativ sind, dämpften die Sorge vor nachhaltigen Lieferausfällen.

Zinsen, Daten und die Geopolitik

An den Anleihemärkten sank die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen leicht auf 4,18 %, der Dollar legte moderat zu. Geopolitische Risiken stützen zwar die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Edelmetallen, haben bislang jedoch keine ausgeprägte Flucht in Staatsanleihen ausgelöst - zu präsent ist das KI-Narrativ an den Aktienmärkten. Die Geldpolitik bleibt datengetrieben: In dieser Woche stehen unter anderem die JOLTS-Zahlen zu offenen Stellen am US-Arbeitsmarkt, die ISM-Umfragen sowie der US-Arbeitsmarktbericht an.

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