Analyse
11:10 Uhr, 20.06.2023

AIRBUS – Größter Einzelauftrag der Luftfahrtgeschichte!

Nachdem die Pandemie für schwere Verwerfungen in der Flugindustrie gesorgt hat, gelingt allmählich die Rückkehr zur Normalität. Davon profitieren auch die Flugzeugbauer.

Erwähnte Instrumente

  • Airbus SE
    ISIN: NL0000235190Kopiert
    Kursstand: 131,700 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Airbus SE - WKN: 938914 - ISIN: NL0000235190 - Kurs: 131,700 € (XETRA)

Dieser Tage findet wieder die Luftfahrtmesse auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung zählt zu den wichtigsten Messen der Branche. In diesem Rahmen hat der europäische Flugzeugbauer Airbus einige interessante Großaufträge vermelden können.

Mega-Order aus Indien

Den Vogel schoss dabei die indische Billig-Airline Indigo ab. Die Gesellschaft orderte gleich 500 Airbus-Jets vom Typ A320neo! Laut Airbus handelt es sich dabei um den größten Einzelauftrag in der Luftfahrtgeschichte. Insgesamt muss Airbus nun ca. 1.000 Maschinen an Indigo liefern, davon 480 bis Ende 2029. Momentan hat die Fluglinie um die 300 Flugzeuge in Betrieb.

Das Potenzial für den indischen Luftverkehr ist groß, da das Land inzwischen China als bevölkerungsreichstes Land der Welt abgelöst hat. Außerdem ist Indien der siebtgrößte Flächenstaat der Erde, so dass auf das Flugzeug als Verkehrs- und Transportmittel nicht verzichtet werden kann.

Dagegen nehmen sich die anderen Bestellungen, die Airbus gemeldet hat eher klein aus. Die australische Qantas Airways hat neun Jets vom Typ A220 geordert und Air Mauritius entschied sich für drei A350-Großraumflieger. Zudem hat Flynas, ein Billigflieger aus Saudi-Arabien am Montag 30 Maschinen der A320neo-Familie bestellt.

Volle Auftragsbücher

Damit steigt der Auftragsbestand von Airbus, der zum Ende des ersten Quartals bei 7.254 Maschinen lag, weiter an. Bis zum Jahresende 2023 sollen 720 (VJ 661) Flugzeuge ausgeliefert werden. Angesichts der Knappheit bei Bauteilen, Rohstoffen und Personal musste die angepeilte Monatsproduktion von 75 A320neo-Flugzeugen von 2025 auf 2026 verschoben werden, wir hatten darüber bereits berichtet.

Wasserstoff-Jet bis 2035?

Da der Flugverkehr enorme Emissionen verursacht, muss die Branche früher oder später auf Alternativen zum klassischen Kerosin-Antrieb umstellen. Dementsprechend wird bei Airbus an einem Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb gearbeitet. Bis 2025 sollen die ersten Maschinen dann für die Fluglinien zur Verfügung stehen.

Fazit: Die Kunden rennen Airbus die Türen ein, so dass das Unternehmen mit der Produktion im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr nachkommt. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Mangel an Komponenten und Arbeitskräften mittelfristig entspannt. Ansonsten wird es schwierig ab 2026 die geplanten 75 A320neo-Jets produzieren zu können. Die Aktie notiert derzeit auf Jahreshoch und stellt in meinen Augen eine gute Halteposition dar.

Jahr 2022 2023e* 2024e*
Umsatz in Mrd. EUR 58,76 64,14 72,71
Ergebnis je Aktie in EUR 5,15 5,60 6,99
KGV 26 24 19
Dividende je Aktie in EUR 1,80 2,02 2,51
Dividendenrendite 1,37 % 1,53 % 1,90 %

*e = erwartet

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Über den Experten

Reinhard Hock
Reinhard Hock
Finanzmarktanalyst

Reinhard Hock ist seit über 25 Jahren an der Börse aktiv. Sein Interesse für die Finanzmärkte wurde während der Ausbildung zum Bankkaufmann geweckt. Später arbeitete er mehrere Jahre an der Börse Stuttgart und war dann jahrelang als freiberuflicher Redakteur mit dem Schwerpunkt Berichterstattung über Hauptversammlungen tätig. Dabei hat er sich ein umfassendes Wissen im Nebenwertebereich aufgebaut. Seit Oktober 2022 ist er bei stock3 für Fundamentalanalysen zuständig.

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