Kommentar
09:00 Uhr, 10.04.2025

Abgeltungsteuer und Krypto-Haltefrist: Nochmal Glück gehabt!

Der Koalitionsvertrag steht. Mutlos ist er, da sind sich wohl die meisten Kommentatoren einig. Aber in diesen Zeiten kann man schon froh sein, wenn es nicht schlimmer kommt.

Einige Hämmer, die Anlegern drohten, sind zumindest nicht im Koalitionsvertrag verankert.

Sowohl die Erhöhung der Abgeltungsteuer (die SPD wollte 30 %) als auch die Abschaffung der einjährigen Haltefrist für Kryptowährungen haben es nicht in die Absichtserklärung geschafft. Mehr ist ein Koalitionsvertrag nicht. Was dann tatsächlich umgesetzt wird, steht eh auf einem anderen Papier, das noch nicht geschrieben ist.

Auch das Ende der 10-Jahres-Frist für steuerfreie Immobilienverkäufe wird wohl vorerst nicht kommen.

Die Tatsache, dass das Finanzministerium an die SPD ging, ist allerdings nicht gerade beruhigend. Man kann leider nicht ausschließen, dass das eine oder andere unangenehme Thema für Anleger doch noch auftauchen wird. Ich will hier nur daran erinnern, dass unter einem Finanzminister namens Olaf Scholz im Jahr 2020 die Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte, versteckt in einem anderen Gesetz, völlig überraschend eingeführt wurde (inzwischen wieder abgeschafft).

Wenig Weltbewegendes steht ansonsten in dem Vertrag (Download hier), die Unternehmenssteuerreform beginnt erst 2028. 30 % degressive Abschreibungen werden ein paar Investitionen vorziehen. Einen großen Wurf wird hier niemand erkennen können.

3 Kommentare

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  • FANofStockpicking
    FANofStockpicking

    Das Finanzministerium an die SPD ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht der Wähler.

    Herr Merz hat auch damit seine Glaubwürdigkeit abgegeben.

    Die ist für alles was uns an der Altersvorsorge hindert verantwortlich:

    - Einführung Kapitalertragssteuer

    - Vorabzugspauschale und v.a.

    - Anlagen älter 2009: April April, max. 100k Gewinn dann auch versteuern, obwohl die Gesetzeslage eine andere wahr !

    09:13 Uhr, 10.04.
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