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06:33 Uhr, 07.05.2024

Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

STROMNETZE - Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller steht einem Einstieg des Staates bei den Stromübertragungsnetzen positiv gegenüber: "Ich bin davon überzeugt, dass es Vorteile hätte, wenn die Bundesregierung dem Willen des Gesetzgebers auch durch die Eigentumsverhältnisse Ausdruck verleihen könnte", sagte Müller dem Handelsblatt. Aktuell verhandelt die Bundesregierung mit der niederländischen Regierung darüber, die Deutschlandtochter des niederländischen Stromnetzbetreibers Tennet zu kaufen. Tennet gehört dem niederländischen Staat. Die Niederländer wollen das Deutschlandgeschäft jedoch loswerden. Grund dafür ist der Investitionsbedarf: Das Unternehmen rechnet damit, bis 2033 in Deutschland 96 Milliarden Euro investieren zu müssen. (Handelsblatt)

UMFRAGE - Die Union legt in der Wählergunst wieder zu. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf den aktuellen Meinungstrend des Instituts Insa meldet, kommen CDU/CSU aktuell auf 30,5 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die SPD verliert dagegen einen Prozentpunkt auf 15,5 Prozent, Bündnis90/Die Grünen (12 Prozent) und AfD (18 Prozent) müssen jeweils einen halben Prozentpunkt abgeben. FDP (5 Prozent), Linkspartei (3,5 Prozent) und Freie Wähler (2,5 Prozent) halten ihre Werte aus der Vorwoche. INSA-Chef Hermann Binkert sagte zu Bild: "Die Ampel überzeugt nicht einmal mehr jeden dritten Wähler. Die Union muss sich entscheiden, ob sie eher mit der SPD oder den Grünen regieren möchte. Ihre Wähler tendieren zu einem Bündnis mit der SPD." (Bild-Zeitung)

DIGITALE ABSTIMMUNGEN - Der Plan, in dieser Legislaturperiode digitale Abstimmungen im Bundestag einzuführen, droht zu scheitern. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Unions- und Ampelkreisen. "Final abgeräumt ist es noch nicht", hieß es demnach. "Aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir zügig ein System finden, das alle Anforderungen erfüllt." SPD, Grüne und FDP wollten die Digitalisierung im Bundestag weiter vorantreiben und hatten angestrebt, namentliche Abstimmungen beispielsweise über eine elektronische Abstimmungsanlage durchzuführen. Derzeit stimmen die Abgeordneten per Stimmkarten ab, die von Hand abgezählt werden. (RND)

GESUNDHEIT - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nimmt unmittelbar vor dem Deutschen Ärztetag Zustimmung aus der Branche in zentralen Fragen wahr. "Es besteht zunehmend Konsens zwischen der Ärzteschaft und mir darüber, dass es im Gesundheitssystem diverse ineffiziente Strukturen gibt, die wir uns nicht mehr leisten können", sagte Lauterbach. "Wir brauchen ein Regelwerk dafür, dass stationär und ambulant nicht länger gegeneinander gearbeitet wird. Es muss künftig möglich sein, dass Ärzte in beiden Sektoren tätig sein können." (Neue Westfälische)

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