ZEW-Index sinkt im Februar wider Erwarten
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Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen haben sich im Februar wider Erwarten abgeschwächt. Wie das ZEW mitteilte, sank der Index der Konjunkturerwartungen auf 58,3 (Januar: 59,6) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 65,0 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 65,9 (minus 72,7) Punkte. Die Prognose hatte auf minus 65,0 gelautet.
"Der ZEW-Index bleibt stabil. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase fragiler Erholung", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern."
Die exportorientierten Branchen zeigten moderate bis starke Anstiege im Februar. Insbesondere verbesserten sich die Aussichten für die Chemie- und Pharmaindustrie (plus 7,5 Punkte), die Stahl- und Metallproduktion (plus 8,6 Punkte) und für den Maschinenbau (plus 1 0,9 Punkte). "Dies dürfte die besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingänge zum Jahresende 2025 widerspiegeln", hieß es.
Trotz anhaltender Unsicherheit verbesserten sich die Aussichten für den privaten Konsum (plus 6,0 Punkte). Negative Entwicklungen verzeichneten die Banken, die Informationstechnologiebranche und die Versicherungsbranche.
Die Konjunkturerwartung für den Euroraum sanken auf plus 39,4 (plus 40,8) Punkte, während die Lagebeurteilung auf minus 13,6 (minus 18,1) Punkte zulegte.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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