Zcash im Stresstest: Diese Kursmarke muss jetzt halten
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Der ZEC-Kurs befindet sich im Tageschart in einer klassischen Abkühlungsbewegung nach einem zuvor impulsiven Anstieg. Der zweite Anlauf wurde im Bereich zwischen 500 und 540 US-Dollar deutlich ausgebremst, wo sich ein markantes Volumencluster als Widerstandszone etabliert hat. Seitdem korrigiert der Markt kontrolliert in Richtung tieferer Unterstützungen.
Aktuell läuft ZEC erneut den Unterstützungsbereich zwischen 300 und 315 US-Dollar an. Diese Zone ist technisch hochrelevant, da hier mehrere Faktoren zusammenfallen: das 0,618er-Fibonacci-Retracement der vorangegangenen Aufwärtsbewegung, der 200-Tage-EMA, der erstmals seit dem Impuls wieder angelaufen wird sowie ein historisch relevanter Nachfragebereich. Ein erster Kontakt mit dem 200-EMA kann häufig zusätzliches Kaufinteresse auslösen, weshalb diese Zone kurzfristig als potenzieller Reaktionsbereich einzuordnen ist.
Sollte es in diesem Bereich zu einer Stabilisierung kommen, richtet sich der Blick auf den 50-Tage-EMA. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese gleitende Durchschnittslinie wäre ein wichtiges Signal für eine Fortsetzung der übergeordneten Struktur. In diesem Szenario steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ZEC erneut das Hoch im Bereich um 540 US-Dollar ins Visier nimmt. Gelingt es hingegen nicht, den Bereich um 300 US-Dollar zu verteidigen, würde sich das technische Bild spürbar eintrüben. Unterhalb dieser Zone öffnet sich aus Sicht des Volumenprofils Raum bis in den nächsten signifikanten Handelsbereich bei rund 250 US-Dollar, wo erneut mit erhöhter Liquidität zu rechnen ist.
Der MACD (Moving Average Convergence Divergence, ein Indikator zur Beurteilung von Trendrichtung und Momentum) befindet sich aktuell im negativen Bereich und signalisiert weiterhin nachlassendes Momentum. Das Histogramm zeigt eine anhaltende Abschwächung, was die laufende Korrektur unterstreicht. Gleichzeitig deutet die abnehmende Dynamik darauf hin, dass sich der Abverkauf zunehmend verlangsamt – ein typisches Verhalten vor möglichen Reaktionen an starken Unterstützungszonen.
4-Stunden-Chart deutet auf weiteren Abwärtstrend
Im 4-Stunden-Chart bewegt sich ZEC weiterhin in einem sauberen Abwärtstrendkanal. Auf der Oberseite begrenzt ein Cluster aus fallenden EMAs die Erholungsversuche und fungiert aktuell als dynamischer Widerstandsbereich. Jeder Anstieg in diese Zone wird bislang konsequent verkauft.
Kurzfristig rückt der Bereich um 330 US-Dollar in den Mittelpunkt. Hier besteht die Möglichkeit, dass sich ein kleiner doppelter Boden ausbildet. Eine Stabilisierung auf diesem Niveau wäre das erste Anzeichen dafür, dass der Verkaufsdruck nachlässt und der Markt versucht, einen lokalen Boden zu formen.
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Bleibt diese Reaktion jedoch aus, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rücklaufs in Richtung der dynamischen Unterstützung, wo zusätzlich der 200-Tage-EMA aus dem Daily-Chart in den Kurs hineinläuft. Dieser Bereich stellt eine deutlich stärkere technische Unterstützungszone dar, an der eine ausgeprägtere Bodenbildung wahrscheinlicher wird.
Der RSI (Relative Strength Index, ist ein Momentumindikator zur Messung von überkauften und überverkauften Marktphasen) notiert aktuell im unteren neutralen Bereich und zeigt weiterhin eine schwache Marktstruktur. Zwar befindet sich der Indikator noch nicht in einer klar überverkauften Situation, das nachlassende Momentum deutet jedoch darauf hin, dass sich die Abwärtsdynamik zunehmend verlangsamt. Für eine bestätigte Umkehr fehlt bislang jedoch ein klarer Impuls oder eine Divergenz.
Über den Autor
Bastian Keller (Bitbull) agiert seit 2015 eigenständig im Forex-Markt und ist seit 2018 hauptberuflicher Trader im Krypto-Markt. Diese Expertise teilt er aktiv auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, insbesondere auf seinem YouTube-Kanal “Bitbull Trading“, mit mehr als 145.000 Abonnenten. Ebenfalls hat Bitbull die Plattform TradeMania ins Leben gerufen, die Einsteigern den Start ins Krypto-Trading vereinfachen soll.
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