World Liberty Financial (WLFI): Trump-nahes DeFi-Projekt unter Beschuss!
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- World Liberty Financial (WLFI) / US-Dollar (USD) - Kurs: 0,06768 $ (Coinbase Advanced)
World Liberty Financial (WLFI) ist ein Krypto-Projekt, genauer ein Projekt aus dem Bereich Decentralized Finance (DeFi), dass US-Präsident Donald J. Trump nahesteht. Konkret wurde das Unternehmen, das hinter dem Krypto-Projekt steht, von den Söhnen des amtierenden US-Präsidenten gegründet und wird bis heute auch von diesen geleitet. An dem Projekt gab es von Beginn an große Kritik, weil Interessenkonflikte befürchtet wurden, die es auch tatsächlich gibt.
So wurde unter der Trump-Administration der sogenannte GENIUS Act beschlossen und vom US-Präsidenten, mit seiner Unterschrift, in Kraft gesetzt. Dieser GENIUS Act liefert ein gesetzliches Regelwerk zur Ausgabe von US-Dollar basierten Stable Coins. Genau einen solchen Stable Coin hat World Liberty Financial mit dem World Liberty Financial USD (USD1) auf den Markt gebracht... Aber gut!
Justin Sun verklagt World Liberty Financial...
Kürzlich geriet der zum Projekt gehörende WLFI unter größeren Abgabedruck. Hintergrund war hier eine Klage, die Justin Sun gegen das Projekt eingereicht hat. Doch wer ist eigentlich Justin Sun? Nun, Justin Sun ist einer der schillerndsten Personen in der Finanzwelt, genauer der Krypto-Welt. So hat er einst das Tron-Projekt ins Leben gerufen. Der zu Tron gehörende TRX gehört über die letzten Jahre zu den besten, weil stabilsten steigenden, Kryptowährungen.

Doch Justin Sun hat, neben Tron, noch weitere Krypto-Projekte am Start. Darüber hinaus hat er in der Vergangenheit schon einmal den berühmten Lunch mit Warren Buffett ersteigert (bis vor Kurzem versteigerte Warren Buffett stets kurz vor Weihnachten ein Lunch mit ihm und spendete die Einnahmen daraus wohltätigen Zwecken). Bei diesem Lunch brachte er dann Warren Buffett Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen mit. Ob Buffett diese bis heute noch besitzt, weiß allerdings niemand.
Darüber hinaus hat Justin Sun aber auch kontrovers diskutierte Kunstwerke ersteigert, wie beispielsweise die mit Klebeband an eine Wand geklebte Banane. Doch in erster Linie ist Justin Sun eben der Kopf hinter dem Tron-Projekt. Seit er sich in erster Linie auf dessen Weiterentwicklung fokussiert und konzentriert, können die Anleger, die den TRX halten, nicht meckern. Was auch für ihn selbst sehr gut ist, denn natürlich ist er selbst der größte TRX-Halter (und hat dementsprechend "skin in the game").
Eben jener Justin Sun hat seinerzeit auch in World Liberty Financial (WLFI) investiert. Vermutlich auch, um eine gewisse Nähe zu US-Präsident Donald J. Trump aufzubauen. Denn auch andere prominente Namen aus dem Krypto-Universum (wie beispielsweise Binance-Gründer Changpeng Zhao, kurz: CZ) haben in "Trump-Projekte" wie beispielsweise die Meme-Coins TRUMP sowie MELANIA "investiert". Bei Justin Sun aber war es World Liberty Financial und somit den WLFI.
Nun aber hat dieser Justin Sun das Projekt verklagt. Der Vorwurf: Er habe seinerzeit in das Projekt investiert, weil er an die Vision geglaubt habe. Diese sei gewesen, eine dezentrale Plattform aufzubauen. Dies sei jedoch nicht geschehen. Als Beweis dafür führt er an, dass man ihn vor einiger Zeit aufgefordert habe seine Investition aufzustocken, also Geld nachzuschießen. Nachdem er dieser Aufforderung nicht nachgekommen sei, hätte man seine gesamten WLFI-Bestände, ohne rechtliche Grundlage, eingefroren.
Damit seien ihm natürlich auch seine Stimmrechte widerrechtlich entzogen worden. Man habe ihm von Seiten des Projekts sogar damit gedroht, seine Token zu vernichten. Dies sei möglich geworden, weil man im Smart Contract heimlich eine "Blacklist"-Funktion implementiert habe, mit deren Hilfe Transaktionen eingeschränkt werden sowie ganze Wallets einseitig gesperrt werden könnten. Von Dezentralisierung könne somit keine Rede sein!
Justin Sun gab an, 45 Millionen USD in das Projekt investiert zu haben. Derzeit sind daraus rund 240 Millionen USD geworden. Was US-Präsident Donald J. Trump angeht, äußerte er sich jedoch eher positiv. Dieser habe mit den ganzen Vorgängen bei dem Projekt nichts zu tun, weshalb er ihm auch keinerlei Vorwürfe mache. Vielmehr bleibe er ein Unterstützer von Trump im Hinblick auf dessen Krypto-Agenda. Trump selbst äußerte sich daher bisher auch nicht zu Justin Sun oder der Klage.
Auch, wenn man bei World Liberty Financial (WLFI) aufpassen sollte, bieten sich derzeit gute Chancen an den Krypto-Märkten, die Anleger nutzen sollten: Mit Kraken!
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World Liberty Financial weist die Vorwürfe zurück und erhebt Gegenklage!
Wenig überraschend weist World Liberty Financial selbst die Anschuldigungen und damit die Klage von Justin Sun zurück. Man bezeichnete die Vorwürfe von Justin Sun als haltlos und gab an, dass die entsprechenden Sperrungen aufgrund von Vertragsverstößen absolut rechtmäßig seien. Justin Sun dagegen sieht in der Sperrung seiner WLFI-Token eine gewollte künstliche Verknappung zur Stabilisierung des WLFI-Kurses durch das so, kurzfristig, verringerte Angebot.
Die Klage, die zunächst vor einem Bundesgericht in Kalifornien verhandelt wird, entwickelt sich so womöglich zu einem Präzedenzfall über Eigentümerrechte in der Krypto-Welt, die Grenzen programmierbarer Kontrolle in blockchain-basierten Projekten sowie über die Token-Governance. Auch deshalb schauen nun viele Krypto-Anleger sehr genau darauf, zu welchem Urteil das Gericht kommt. Wobei zu befürchten steht, dass dies durch alle Instanzen gehen wird.
Zumal inzwischen bekannt wurde, dass World Liberty Financial selbst Gegenklage gegen Justin Sun erhoben hat. Diese ging am Montag, dem 4. Mai 2026, beim Gericht ein und bezichtigt Justin Sun einer Rufmordkampagne (juristisch korrekt: "Verleumdung"). Justin Sun habe eine systematische Kampagne zur Rufschädigung des Projekts gestartet, die keinerlei Grundlage habe. Er habe dazu Bots, Influencer und Soziale Medien genutzt und angekündigt den WLFI-Token-Kurs "in den Dreck ziehen" zu wollen.
Justin Sun wäre das zwar durchaus zuzutrauen. Allerdings würde er sich damit ja auch sehr stark selbst schädigen. Denn er hat seinerzeit 45 Millionen USD investiert, die aktuell noch immer rund 240 Millionen USD wert sind. Warum also sollte er das tun? Justin Sun gab daher an, sich schon auf den Gerichtsprozess zu freuen. Denn er gehe davon aus, dass er ihn gewinnen werde.
World Liberty Financial selbst ließ jedoch über seine Anwälte verbreiten, dass das Unternehmen Blue Anthem (im Besitz von Justin Sun), über das seinerzeit alle Verträge abgewickelt wurden, gegen vertragliche Pflichten verstoßen habe. So seien WLFI-Token im Namen anderer Investoren darüber gekauft, unerlaubte Transfers an Binance getätigt und Leerverkäufe von WLFI-Token durchgeführt worden. Daher sei die Sperrung der Wallet seit September 2025 eine notwendige Konsequenz und absolut rechtmäßig gewesen.
Fazit: Aktuell sollten sich Anleger besser von World Liberty Financial und dem WLFI fernhalten!
Justin Sun selbst sieht die Gegenklage von World Liberty Financial daher auch als einen "bedeutungslosen PR-Stunt". Wie die ganze Auseinandersetzung weitergehen wird und ob Donald J. Trump doch noch persönlich in diese Schlammschlacht hineingezogen wird, bleibt abzuwarten. Wie in meinem letzten Artikel jedoch schon angedeutet, spricht die derzeitige Gemengelage jedoch klar dafür, dass sich Anleger zurzeit von World Liberty Financial sowie dem WLFI-Token besser fernhalten sollten. Außer vielleicht "Zocker"...
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