Wirtschaft in der Rezession - Kaufgelegenheit bei Aktien!
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Keiner wĂŒnscht sich eine Rezession. Im Normalfall steigt die Arbeitslosigkeit und Vermögenswerte verlieren. Es wirft Anleger und Haushalte je nach Rezessionsverlauf im Vermögensaufbau um Jahre zurĂŒck. Wenn Rezessionen allerdings erst einmal da sind, sind sie gute Kaufgelegenheiten. Die meisten und gröĂten RĂŒcksetzer bei Aktien finden in Rezessionen statt (Grafik 1).
Aktien können auch auĂerhalb von Rezessionen korrigieren. Das in den USA etwa Anfang der 1940er Jahre der Fall. Mit dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg kam es zu einem BĂ€renmarkt. Die Wirtschaft hingegen konnte hingegen weiterhin wachsen.
Bevor man in einer Rezession Aktien kauft, muss man zuvor entweder Aktien verkauft oder Geld angespart haben. Nicht jeder hat gutes Timing und verkauft Aktien zum richtigen Zeitpunkt, bevor eine Rezession die Kurse drĂŒckt. Das wirft die Frage auf, ob ein Verkauf aktuell noch Sinn macht, damit man spĂ€ter billiger kaufen kann.
Traut man dem Echtzeitmodell der US-Notenbank von Atlanta, wird die US-Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen. Die USA befÀnden sich demnach bereits in einer Rezession, die Anfang 2022 begonnen hat. Das Wachstum war bereits im ersten Quartal negativ. Der Beginn der Rezession kann auf Jahresanfang datiert werden.
Wer drei oder sechs Monate vor Beginn der Rezession gekauft hat, macht derzeit schwere Zeiten durch. In den meisten FĂ€llen ist die Performance negativ, wenn man kurz vor Beginn einer Rezession Aktien kauft. So verloren Anleger, die drei Monate vor dem Rezessionsbeginn 2008 Aktien kauften und dem Rezessionsbeginn im Januar 2008 ĂŒber 9âŻ%. Wer sechs Monate vor Rezessionsbeginn kaufte, verlor bis zum Rezessionsbeginn 8âŻ% (Grafik 2).
Die Statistik verbessert sich nicht wesentlich, wenn man vom Rezessionsbeginn ausgehend in die Zukunft blickt. Wer zu Beginn einer Rezession Aktien kauft (auf heute ĂŒbertragen Anfang 2022) kann in den drei bzw. sechs Folgemonaten nicht mit einer positiven Performance rechnen. Im Durchschnitt verlieren Aktien in den ersten drei Rezessionsmonaten 4âŻ%. Ob Zufall oder nicht, in den ersten drei Monaten des Jahres verlor der S&P 500 fast exakt 4âŻ%.
Sechs Monate nach Rezessionsbeginn liegt das Minus im Durchschnitt bei 6âŻ% und ist in 90âŻ% aller FĂ€lle negativ. In diesem Jahr liegt die Performance nach sechs Monaten mit -18âŻ% deutlich unterhalb des Durchschnitts. Auf Sicht von 12 Monaten verbessert sich die Situation. Ein Jahr nach Rezessionsbeginn liegt der Markt im Durchschnitt noch 2âŻ% im Minus. In der HĂ€lfte aller FĂ€lle ist die Performance jedoch schon wieder positiv. Anders formuliert: Sechs Monate nach Rezessionsbeginn zu kaufen bedeutet statistisch eine positive Performance im nachfolgenden Halbjahr. Aktien sollten also theoretisch zu Jahresende höher stehen als Ende Juni.
Die Performanceperspektive hellt sich deutlich auf, wenn man am Ende und nicht zu Beginn oder kurz nach Beginn einer Rezession einsteigt. Wer drei oder sechs Monate vor dem Ende einer Rezession kauft, kann auf Sicht von drei und sechs Monaten eine Performance von 9âŻ% erwarten. Die Trefferquote liegt bei beachtlichen 80âŻ%.
Wer zum Ende einer Rezession kauft, kann eine noch höhere Performance erwarten. Je nach Haltedauer liegt sie bei 14-20âŻ%. Die Trefferquote liegt nah an 100âŻ%. Die Streuung der Renditen ist groĂ (Grafik 3), allerdings wird auch ersichtlich, dass man mit KĂ€ufen gegen Ende einer Rezession in den meisten FĂ€llen wenig falsch macht.
Dies gibt die Tendenz vor. Man kann aber noch genauer ermitteln, wann sich ein Kauf lohnt und wann nicht. Mehr dazu in einem Folgeartikel.
Clemens Schmale
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