Was der Sieg der Demokraten für die Börse bedeutet
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Guten Morgen, meine Damen und Herren,
der erste Börsentag nach den amerikanischen Zwischenwahlen brachte eine bemerkenswerte Überraschung: Statt der zunächst befürchteten Kursverluste erlebte die Wall Street eine regelrechte Erleichterungsrally. Der DOW JONES schoss um 3,0 % beziehungsweise knapp 1.570 Punkte nach oben. Der S&P 500 gewann 1,6 %, während der technologielastige NASDAQ Composite um 1,4 % zulegte. Auch der DAX zeigte sich von seiner besten Seite: Mit einem Plus von 2,2 % auf 26.438 Punkte näherte er sich wieder seinem bisherigen Rekordstand.
Der deutliche Wahlsieg der Demokraten, die künftig beide Kammern des US-Kongresses kontrollieren, wurde von den Investoren erstaunlich positiv aufgenommen. Schließlich dürfte Präsident Trump in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit erheblich weniger politischen Handlungsspielraum besitzen. Die Börsianer setzen offenbar darauf, dass eine stärkere parlamentarische Kontrolle unberechenbare politische Entscheidungen erschwert. Hinzu kam die Erleichterung darüber, dass Trump das Wahlergebnis akzeptierte. Die anfängliche Nervosität wich schnell einer ausgeprägten Kaufbereitschaft.
Ein entscheidender Kurstreiber war allerdings auch der massive Einbruch der Ölpreise. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund 9 % auf knapp 95 $ je Barrel. Hintergrund ist die Hoffnung, dass der Wahlausgang die amerikanische Regierung zu einer diplomatischen Lösung des Irankrieges bewegen könnte. Sinkende Energiepreise würden den Inflationsdruck verringern, Unternehmen und Verbraucher entlasten und möglicherweise auch den Notenbanken zusätzlichen Handlungsspielraum eröffnen. Passend dazu gaben die Renditen amerikanischer Staatsanleihen nach.
Bemerkenswert war zudem die ausgeprägte Differenzierung innerhalb des Technologiesektors. Schwergewichte wie AMAZON, MICROSOFT und ALPHABET legten kräftig zu, was aber noch längst kein Signal für eine nachhaltige Erholung war. Denn zahlreiche Betreiber von KI-Rechenzentren gerieten erheblich unter Druck. Auch der amerikanische Halbleiterindex verlor rund 3 %. Die Sorge: Eine stärkere Regulierung und mögliche Beschränkungen beim Ausbau neuer Rechenzentren könnten die milliardenschweren KI-Investitionen bremsen. Unternehmen mit bestehenden Kapazitäten könnten davon profitieren, während hoch verschuldete Infrastrukturbetreiber zunehmend unter Druck geraten.
Ist die jüngste Rally bereits der Auftakt einer nachhaltigen Jahresendrally? Wir bleiben vorerst skeptisch. Ein kräftiger Kurssprung nach einem politischen Ereignis ist noch kein belastbares Kaufsignal. Die Unsicherheiten rund um den Irankrieg, die zukünftige US-Wirtschaftspolitik und die Rentabilität der gigantischen KI-Investitionen bleiben bestehen. Wir setzen deshalb weiterhin auf eine selektive Aktienauswahl, solide Geschäftsmodelle und vernünftige Bewertungen. Dabei behalten wir insbesondere die Pharmaindustrie im Blick. Im Gegensatz zu vielen Unternehmen, deren Börsenbewertungen bereits erhebliche zukünftige Gewinne vorwegnehmen, verfügen zahlreiche Pharmakonzerne über etablierte Geschäftsmodelle, hohe Cashflows und vergleichsweise gut kalkulierbare Erträge.
Wir sind in diesem Sektor bereits breit engagiert, sehen aber weiterhin attraktive Ergänzungsmöglichkeiten. Denn die langfristigen Wachstumstreiber sind unverändert intakt. Wir für Sie wieder Kandidaten aus dem Pharma-Sektor herausgesucht und in der Termin-Börse daily vorgestellt. Wenn Sie nach täglichen Updates und Empfehlungen suchen, dann ist die Termin-Börse daily genau das richtige für Sie, aber Achtung: das Risiko spekuliert immer mit. HIER können sie uns im Abo oder Einzelabruf testen.
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