Kommentar
14:57 Uhr, 15.10.2026

US-Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

Nach den gestrigen Verbraucherpreisdaten gibt es weitere schlechte Nachrichten von der US-Inflationsfront: Auch die Erzeugerpreise haben im September stärker zugelegt als erwartet und erhöhen den Druck auf die US-Notenbank Fed, die geldpolitischen Zügel stärker anzuziehen.

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Die US-Erzeugerpreise sind im September um 1,3 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet worden war nur ein Plus von 0,6 %, nach 0,5 % im August.

Im Jahresvergleich beschleunigte sich der Anstieg von 5,6 % auf 6,3 %. Die Prognose hatte bei 5,3 % gelegen.

Ohne Nahrungsmittel und Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise um 0,7 % gegenüber August. Das lag ebenfalls deutlich über der Prognose von 0,3 % und dem Vormonatsanstieg von 0,2 %. Die jährliche Kernrate stieg von 4,8 % auf 5,0 %, während ein Rückgang auf 4,4 % erwartet worden war.

Die Erzeugerpreise gelten als vorlaufender Indikator für die Verbraucherpreisinflation. Nicht alle Preisschwankungen auf Erzeugerpreisebene werden allerdings von den Unternehmen an die Konsumenten weitergegeben.

Auch die am Mittwoch veröffentlichten Verbraucherpreise hatten eine stärker als erwartete Beschleunigung der Teuerung im September gezeigt. Die Inflationsrate stieg im September von 3,4 % auf 3,7 %, die Kernrate von 2,4 % auf 2,6 %. Erwartet worden waren 3,6 % beziehungsweise 2,5 %.

Zeitgleich mit den Erzeugerpreisdaten um 14:30 Uhr MESZ wurden weitere wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im September um 0,8 % zum Vormonat und damit stärker als erwartet (0,3 %). Die enger gefasste Kontrollgruppe blieb mit einem Plus von 0,1 % jedoch unter der Prognose von 0,3 %.

Die regionalen Industrieumfragen für Oktober fielen gemischt aus: Der Empire-State-Index übertraf mit 25,5 Punkten die Erwartung von 12,1 Punkten, während der Philadelphia-Fed-Index mit 20,9 Punkten unter der Prognose von 28,2 Punkten blieb. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entsprachen mit 199.000 den Erwartungen.

Marktreaktion/Fazit: Die Erzeugerpreisdaten für September sind insgesamt höher ausgefallen als erwartet und vergrößern damit den Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen weiter anzuheben. Nach den vorangegangenen Kursverlusten fielen die heutigen Marktreaktionen bisher aber eher verhalten aus.

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  • masi123
    masi123

    Die Goldilocks Zeiten sind endgültig vorbei. Bisher reagieren die Börsen aber nur sehr verhalten darauf. Bin gespannt, ob sich nach dem Verfallstag am Freitag daran etwas ändert.

    15:18 Uhr, 15.10.