US-Botschafter: Iran entwickelt Raketen mit Reichweite bis nach Europa
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DJ IRAN-BLOG/US-Botschafter: Iran entwickelt Raketen mit Reichweite bis nach Europa
Nachrichten, Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen im Nahen Osten:
US-Botschafter: Iran entwickelt Raketen mit Reichweite bis nach Europa
Der US-Botschafter bei dem Vereinten Nationen, Michael Waltz, sieht eine große Bedeutung darin, dass der Iran seine Fähigkeit demonstriert hat, ballistische Raketen mit größerer Reichweite abzufeuern, die in der Lage sind, große Teile Europas zu treffen. Im Interview mit Fox News sagte Waltz, der Iran habe einen Teil der Entwicklung dieser Raketentechnologie in einem sogenannten "Weltraumprogramm". "Ich glaube nicht, dass irgendjemand erwartet, Iraner auf dem Mond zu sehen", sagte Waltz. "Man muss nur beides mit einem Atomsprengkopf zusammenführen", sagte er. "Gott sei Dank wartet Präsident Donald Trump nicht, bis das passiert, um dann zu versuchen, zu reagieren. Er kümmert sich jetzt um das Problem."
Golfstaaten warnen USA vor Angriff auf iranische Kraftwerke
Arabische Golfstaaten haben die US-Regierung davor gewarnt, dass Angriffe auf iranische Kraftwerke Vergeltungsmaßnahmen des Iran nach sich ziehen würden, wodurch ihre eigenen Energie- und Wasserversorgungsanlagen gefährdet würden, wie informierte Personen sagen. Zudem würde die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen. Vertreter mehrerer Golfstaaten seien seit Tagen verärgert darüber, dass sie trotz erheblicher Investitionen an Zeit und Geld keinen Einfluss auf die US-Regierung hätten. Mehrere Versuche arabischer Vertreter, Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA einzuleiten, seien gescheitert, da die Forderungen des Irans zur Beendigung des Krieges zu hoch seien. Zu den Forderungen des Irans gehören demnach Entschädigungszahlungen, Garantien, dass der Krieg nicht wieder aufgenommen wird, und die Schließung der US-Militärbasen am Golf
Iran droht mit Vergeltung, falls die USA Kraftwerke angreifen
Das iranische Militär hat mit Angriffen auf Energie-, IT- und Entsalzungsanlagen gedroht als Reaktion auf die Warnung von Präsident Donald Trump, dass die USA iranische Kraftwerke angreifen würden, sofern die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden geöffnet werde. Iranische Staatsmedien zitierten einen Sprecher des gemeinsamen Kommandos des iranischen Militärs mit den Worten, dass Ziele in der gesamten Region getroffen werden könnten. Während Öl- und Gasreserven die Volkswirtschaften in der Region stützen, sind Millionen Menschen im Nahen Osten für ihre Trinkwasserversorgung auf Entsalzungsanlagen angewiesen. Der Nahe Osten verfügt über mehr als 40 Prozent der weltweiten Entsalzungskapazität. Der Iran hat bereits zuvor Entsalzungsanlagen ins Visier genommen, unter anderem durch einen Drohnenangriff, der Anfang dieses Monats eine Anlage in Bahrain beschädigte.
Trump stellt Ultimatum und droht mit Angriff an Kraftwerke
US-Präsident Donald Trump hat mit der Zerstörung von Irans Kraftwerken gedroht, sollte das Land seine Blockade der Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden beenden. Irans Blockade dieser wichtigen Öltransportroute hat die Ölpreise auf über 100 Dollar pro Barrel getrieben und es dem iranischen Regime ermöglicht, trotz einer massiven Luftangriffskampagne des amerikanischen und israelischen Militärs wirtschaftlichen Schaden anzurichten. In Israel verletzten unterdessen iranische Raketenangriffe Dutzende Menschen und beschädigten Gebäude, nachdem die israelische Luftabwehr mindestens zwei Raketen nicht abfangen konnte. Einer der Angriffe zielte auf die Stadt Dimona, etwa 16 Kilometer von Israels wichtigster Atomanlage in der Negev-Wüste entfernt. Die Angriffe erfolgten, nachdem der Iran einen seiner bisher weitreichendsten Raketenstarts durchgeführt hatte. Ziel war Diego Garcia, ein gemeinsamer Militärstützpunkt der USA und Großbritanniens im Indischen Ozean.
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