ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
GfK: Iran-Krieg drückt deutsches Konsumklima
Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich spürbar eingetrübt. Der von GfK und NIM ermittelte Konsumklima-Indikator prognostiziert für April im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um 3,2 Zähler auf minus 28,0 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 26,9 Punkte erwartet. Getrieben wird der Abwärtstrend vor allem durch stark sinkende Einkommenserwartungen, da der Krieg am Persischen Golf neue Inflationsängste schürt. "Mit dem Rückgang auf minus 28 Punkte zeigt sich eine spürbare Eintrübung des Konsumklimas", erklärte Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM.
Ifo-Exporterwartungen fallen im März
Die Ifo Exporterwartungen sind im März auf minus 0,9 Punkte von plus 2,7 im Februar gefallen. "Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit unter den Exporteuren merklich erhöht", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Viele Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten."
Trump will Krieg in den kommenden Wochen beenden - Kreise
US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Tagen gegenüber Vertrauten geäußert, dass er einen langwierigen Krieg im Iran vermeiden wolle. Zudem hoffe er, den Konflikt in den kommenden Wochen zu beenden, wie informierte Personen sagten. Fast einen Monat nach Beginn des Krieges hat der Präsident seine Berater privat darüber informiert, dass sich der Konflikt seiner Meinung nach in der Endphase befinde. Er drängte sie, an dem von ihm öffentlich skizzierten Zeitplan von vier bis sechs Wochen festzuhalten, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Die Erwartung sei, dass der Krieg vor Beginn des für Mitte Mai angesetzten Treffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking beendet sein würde, sagten einige der Personen.
USA drohen Iran bei Scheitern eines Deals mit weiteren Angriffen
Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingeht. Die USA würden den Iran "härter treffen als je zuvor", falls Teheran sich nicht auf einen Deal zur Beendigung des Konflikts einlasse, sagte Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses. "Präsident Trump blufft nicht und ist bereit, die Hölle loszulassen", fügte sie hinzu. "Jegliche Gewalt ab diesem Punkt wird darauf zurückzuführen sein, dass das iranische Regime nicht verstanden hat, dass es bereits besiegt wurde, und sich weigert, einen Deal einzugehen." Laut Leavitt sucht das iranische Regime aufgrund des Erfolgs der gemeinsamen US-israelischen Luftangriffe nach einem Ausweg.
Iran droht mit Eskalation an Wasserstraße Bab al-Mandab
Der Iran könnte laut der den Iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim dazu übergehen, die Straße von Bab al-Mandeb zu schließen oder zu kontrollieren, wobei die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen zu Operationen in dem Gebiet bereit sein sollen. "Der Iran ist in der Lage, Bab al-Mandab zu kontrollieren, und neue Fronten werden eröffnet", so die Agentur. Die Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist ein entscheidender Engpass für den weltweiten Handel. Jede Störung dort würde das Risiko bergen, die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Auswirkungen des Konflikts zu verschärfen.
Ölpreise steigen wegen anhaltender Risiken eines langen US-Iran-Kriegs
Die Ölpreise steigen im frühen Handel wegen der anhaltenden Risiken eines langwierigen Krieges zwischen den USA und dem Iran. Die Volatilität der Rohölpreise dürfte angesichts der widersprüchlichen Nachrichtenlage über den Krieg anhalten, schreibt Eric G. Lee von Citi Research in einem Kommentar. "Unser Basisszenario geht von einem andauernden Konflikt und einer Unterbrechung der Straße [von Hormus] für vier bis sechs Wochen aus, bevor ernsthafte Verhandlungen beginnen," so der Energiestratege. Dies könnte bedeuten, dass die Ölpreise kurzfristig zeitweise bis auf 120 US-Dollar pro Barrel steigen, fügt Lee hinzu. Der nächstfällige WTI-Future verteuert sich um 1,1 Prozent auf 91,35 US-Dollar je Barrel; der nächstfällige Brent-Future legt um 0,9 Prozent auf 103,10 US-Dollar je Barrel zu.
Nahost-Krise erhöht Risiko geldpolitischer Fehler der Zentralbanken
Der Anstieg der Energiepreise hat den bestehenden Inflationsdruck verstärkt, was die geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken erschwert und das Risiko von Fehlentscheidungen erhöht, meint Arif Husain von T. Rowe Price. Einige Zentralbanken dürften ihre Geldpolitik straffen, obwohl sie es nicht tun sollten, und damit ihre Volkswirtschaften abwürgen, während andere den Energieschock möglicherweise außer Acht lassen und höhere Inflationserwartungen riskieren, so der Leiter des Bereichs Global Fixed Income. Die jüngste Marktvolatilität in Verbindung mit der geringen Liquidität bedeute, dass die Kursbewegungen die zugrunde liegenden Fundamentaldaten möglicherweise nicht vollständig widerspiegeln.
Fed-Miran - Wirtschaft kann zusätzliche geldpolitische Unterstützung vertragen
Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte auf dem Digital Asset Summit in New York, die Wirtschaft könne zusätzliche Unterstützung für den Arbeitsmarkt durch die Geldpolitik vertragen. Angesichts des andauernden Konflikts im Iran habe es keinerlei Durchschlagen negativer Angebotsschocks bei den Ölpreisen auf die längerfristigen Inflationserwartungen gegeben, sagte er. Er fügte hinzu, die Fed solle weiterhin eine Politik machen, die für die nächsten 12 bis 18 Monate ausgelegt sei.
Fed-Gouverneur Miran - KI-Produktivitätsboom treibt neutralen Zins nach oben
Fed-Gouverneur Miran ist der Ansicht, dass der KI-Produktivitätsboom den neutralen Zinssatz eindeutig nach oben treibe. Dies sagte er bei der Erörterung der Auswirkungen von KI auf den 'R-Stern' (den Zinssatz, bei dem die Geldpolitik die Wirtschaft weder bremst noch beschleunigt). Allerdings habe die Verlangsamung des Bevölkerungswachstums den Zinssatz ebenfalls belastet. "Das Bevölkerungswachstum hat in vielen Ländern zu niedrigeren Zinssätzen geführt", sagte er auf dem Digital Asset Summit in New York.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Verbrauchervertrauen März 89 (Feb: 91)
Frankreich/Verbrauchervertrauen März PROGNOSE: 89
Frankreich/Geschäftsklima März 99 (Feb: 102)
Frankreich/Geschäftsklima März PROGNOSE: 101
Schweden Feb Handelsbilanz Überschuss 1,8 Mrd SEK
Schweden Feb Exporte 163,8 Mrd SEK
Schweden Feb Importe 162,0 Mrd SEK
Norwegen Feb Arbeitslosenquote bereinigt 4,6%
DJG/DJN/apo
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