ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Exporte sinken im Januar um 2,3 Prozent
Die deutsche Exporte sind im Januar deutlich gesunken. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 2,3 Prozent weniger im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Minus von 2,0 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 0,6 Prozent niedriger. Die Importe fielen im Januar um 5,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Rückgang von 4,0 Prozent.
Chinas Exporte steigen zu Jahresbeginn sprunghaft an
Die Exporte Chinas sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres wesentlich stärker als erwartet gestiegen und unterstreichen damit ihre Rolle als wichtige Wachstumssäule für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Ausfuhren kletterten im Zeitraum Januar bis Februar im Vergleich zum Vorjahr um 21,8 Prozent, wie die Allgemeine Zollverwaltung am Dienstag mitteilte. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten das Wachstum dagegen lediglich auf 7,0 Prozent geschätzt. Im Dezember hatten die Exporte um 6,6 Prozent zugelegt.
Japans Wirtschaft stärker als erwartet gewachsen
Japans Wirtschaft hat das Jahr 2025 auf soliderem Fundament beendet als zunächst angenommen, was die Argumente für weitere Zinserhöhungen untermauert. Stärker als erwartet getätigte Investitionen trieben das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal auf annualisierter Basis um 1,3 Prozent nach oben, verglichen mit vorläufig geschätzten 0,2 Prozent Wachstum. Im Quartalsvergleich wuchs die Wirtschaft um 0,3 Prozent.
EU-Kommissar: Freigabe von Ölreserven könnte gerechtfertigt sein
Die Auswirkungen des Iran-Krieges auf die globalen Energiemärkte könnten die Freigabe strategischer Ölreserven laut EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis rechtfertigen. Er sagte am Montag, es seien noch keine konkreten Entscheidungen getroffen worden, aber es werde erwartet, dass die Energieminister der Gruppe der Sieben der führenden Industrienationen (G7) am Dienstag die Möglichkeit eines koordinierten Vorgehens auf G7-Ebene erörtern, im Anschluss an eine frühere Diskussion der Finanzminister.
Trump kündigt Aufhebung von Öl-Sanktionen an
Die USA werden nach Aussage von Präsident Donald Trump "ölbezogene Sanktionen" gegen einige Länder aufheben, um die Preise zu senken. Er nannte die Nationen nicht, bei denen die Maßnahmen möglicherweise aufgehoben werden. "Wir setzen auch bestimmte ölbezogene Sanktionen aus, um die Preise zu senken", sagte er in einer Pressekonferenz am Montag. "In einigen Ländern werden wir diese Sanktionen also aufheben, bis sich dies klärt. Dann, wer weiß, vielleicht müssen wir sie nicht wieder verhängen."
Trump: Iran-Krieg "kurzfristige Exkursion"
US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg am Montag als eine "kurzfristige Exkursion" bezeichnet. "Wir haben eine kleinen Exkursion gemacht, weil wir das Gefühl hatten, das tun zu müssen, um einige Leute loszuwerden", sagte er auf einer Konferenz der Republikaner des Repräsentantenhauses in Miami. "Und wir werden nicht nachlassen, bis der Feind völlig und entscheidend besiegt ist." Zuvor am Montag hatte der Präsident gegenüber CBS News erklärt, der Konflikt sei "ziemlich abgeschlossen, so gut wie", ein Zeichen dafür, dass er die Militärkampagne bald beenden könnte.
Irans Außenminister schließt Gespräche mit den USA aus
Die Möglichkeit, mit den USA zu verhandeln oder über einen Waffenstillstand zu diskutieren, sei vom Tisch, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi. Er bezeichnete frühere Gespräche mit Washington als "sehr bittere Erfahrung". "Nach drei Verhandlungsrunden und nachdem das amerikanische Verhandlungsteam selbst gesagt hatte, dass wir große Fortschritte gemacht hätten, haben sie sich dennoch entschieden, uns anzugreifen. Daher glaube ich nicht, dass Gespräche mit den Amerikanern noch auf unserer Agenda stehen werden", sagte Araghchi am Montag in einem Interview mit PBS News.
Iran stellt Bedingung für freie Durchfahrt durch Straße von Hormus
Die Islamische Revolutionsgarde des Iran hat nach Angaben von iranischen Staatsmedien erklärt, dass alle arabischen oder europäischen Länder, die die Botschafter Israels und der USA ausweisen, ab Mittwoch die Straße von Hormus ungehindert passieren dürfen. Die Erklärung erfolgte vor einer Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe zu verstärken, sollte der Iran irgendetwas unternehmen, das den Ölfluss durch die Meerenge unterbricht.
Saudi-Arabien beginnt mit Stilllegung von Ölfeldern
Saudi-Arabien hat damit begonnen, mehrere seiner Ölfelder stillzulegen, da die Möglichkeit zum Export durch die Störungen in der Straße von Hormus eingeschränkt ist. Das Königreich versucht, Rohöl über das Rote Meer umzuleiten. Offshore-Felder wie Safaniya und Zuluf wurden präventiv abgeschaltet, während die Produktion in anderen Feldern deutlich gesenkt wurde, sagten informierte Personen. Die Produktion werde dadurch um voraussichtlich als 2 Millionen Barrel pro Tag reduziert, dies habe die Exportmengen des Königreichs noch nicht beeinträchtigt.
Iran-Konflikt sorgt weiterhin für Unsicherheit am Ölmarkt
Der Konflikt im Iran sorge weiterhin für große Unsicherheit bei den Ölpreisen, schreiben die Volkswirte von Capital Economics in einem Kommentar. Im wahrscheinlichsten Szenario werde der Konflikt auf wenige Wochen begrenzt sein, da interner Druck im Iran oder eine schnelle militärische Niederlage zu einer Kapitulation gegenüber den USA oder Israel führe, so CE. In diesem Fall dürften die Ölpreise stark auf 65 US-Dollar pro Barrel zurückfallen. Gleichwohl sei es auch möglich, dass der Konflikt länger andauere und die Energieinfrastruktur am Golf beschädigt werde. Brent-Rohöl könnte in den nächsten sechs Monaten auf durchschnittlich 150 US-Dollar pro Barrel steigen, falls die Energieinfrastruktur am Golf und im Iran schwer beschädigt werde.
Iran-Konflikt erhöht Unsicherheit über Chinas Inflationskurs
Der Iran-Konflikt erhöht die Unsicherheit bezüglich des Inflationskurses in China, wie BofA Securities in einer Research Note schreibt. Es sei zwar "ermutigend, eine fortgesetzte Erholung" bei den Gesamt-Verbraucherpreisen und der Kerninflation im Februar zu sehen, doch sei der Anstieg im Februar eng mit Preiserhöhungen bei reisebezogenen Dienstleistungen verbunden gewesen. Diese dürften sich nach der Ferienzeit wahrscheinlich normalisieren, so die Analysten. Andererseits sei es wichtig, die Risiken von Energieschocks zu beobachten. Jede Störung der chinesischen Versorgung durch die Straße von Hormus könne direkten Inflationsdruck verursachen, da mehr als ein Drittel der chinesischen Ölimporte die Meerenge passiere, heißt es weiter.
+++ Konjunkturdaten +++
Japan/BIP Okt-Dez real rev +0,3% (vorl: +0,1%) gg Vq
Japan/BIP Okt-Dez annual. rev +1,3% (vorl: +0,2%)
Japan/Konsum Okt-Dez rev +0,3% (vorl: +0,1%)
Japan/Investitionen Okt-Dez rev +1,3% (vorl: +0,2%)
Japan/Ausgaben Arbeitnehmer-Haushalte Jan -0,7% gg Vorjahr
Japan/Konsumneigung Jan 77,4%
Japan/Konsumneigung Jan -1,5 Pkt gg Vorjahr
Japan/Ausgaben privater Haushalte Jan -1,0% (PROGNOSE: +2,4%) gg
Südkorea BIP 4Q revidiert -0,2% (vorläufig: -0,3%) gg Vorquartal
Südkorea BIP 4Q revidiert +1,6% (vorläufig: +1,5%) gg Vorjahr
Südkorea BIP 2025 revidiert +1,0% (vorläufig: +1,0%) gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
