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09:00 Uhr, 20.02.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche Erzeugerpreise zeigen im Januar schwachen Preisdruck

Im Januar hat es auf der Produzentenebene in Deutschland nur einen schwachen Preisdruck gegeben. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Erzeugerpreise um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Volkswirte hatten ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 3,0 Prozent. Die Prognose hatte auf ein Minus von 2,1 Prozent gelautet.

China löst USA wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab

Die Volksrepublik China hat im Jahr 2025 die USA wieder als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Mit einem gesamten Außenhandelsvolumen von 251,8 Milliarden Euro setzte sich China an die Spitze, nachdem es diese Position im Vorjahr kurzzeitig an die Vereinigten Staaten verloren hatte. Die USA belegten mit 240,5 Milliarden Euro den zweiten Platz, gefolgt von den Niederlanden. Während der Handel mit China um 2,1 Prozent anstieg, verzeichnete der Warenaustausch mit den USA einen Rückgang um 5,0 Prozent.

Inflation in Japan schwächt sich im Januar ab

Die Verbraucherpreise in Japan sind im Januar langsamer gestiegen. Die Inflation der Preise ohne frische Lebensmittel legten im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent zu nach einem Anstieg um 2,4 Prozent im Dezember. Der Anstieg entsprach der Prognose von Ökonomen in einem Konsens des Datendienstleisters Quick. Die schwächere Inflation gibt der Zentralbank mehr Spielraum, um über ihren nächsten Schritt nachzudenken. Der Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) steht derzeit im Fokus.

Japans Inflation sendet weiter keine klaren Nachfragesignale

Es gibt in Japan weiterhin kaum Anzeichen für einen nachfragebedingten Preisdruck, sagt Stefan Angrick von Moody's Analytics, nachdem die Inflationsdaten im Januar eine Verlangsamung gezeigt haben. Neue fiskalische Ausgaben dürften der Binnennachfrage einen leichten Auftrieb geben und es der Bank of Japan ermöglichen, die Zinsen im Juli auf 1 Prozent anzuheben. Die Hürden für nachfolgende Anhebungen seien jedoch erheblich, meint der Ökonom.

Lagarde: "Basisszenario" ist Verbleib bis zum Ende der Amtszeit

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), geht davon aus, ihre Aufgabe bis zum Ende ihrer Amtszeit zu erfüllen. "Wenn ich auf all diese Jahre zurückblicke, denke ich, dass wir viel erreicht haben, dass ich viel erreicht habe", sagte sie in einem Interview mit dem Wall Street Journal. "Wir müssen das konsolidieren und sicherstellen, dass es wirklich solide und verlässlich ist. Meine Ausgangsbasis ist also, dass es bis zum Ende meiner Amtszeit dauern wird."

Fed/Daly mahnt zur Wachsamkeit bei Preisdruck durch neue KI-Infrastruktur

Mary Daly, Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, sieht die US-Geldpolitik derzeit zwar gut aufgestellt, warnt jedoch vor den Preissteigerungen durch den Aufbau der KI-Infrastruktur. In einem Gespräch, das vom ehemaligen Präsidenten der Federal Reserve Bank von Dallas, Rob Kaplan, moderiert wurde, erörterte Daly am Donnerstag den Einfluss der Geldpolitik auf die Künstliche Intelligenz. Zudem sprach sie an, welchen Inflationsdruck der Aufbau einer solchen Infrastruktur auf bestimmte Güter, wie etwa Baumaterialien, haben könnte. "Bisher haben wir keine daraus resultierende Inflation beobachtet", so Daly und fügte aber an, dass dies eine Möglichkeit sei, die bereits erwähnt worden sei.

Trump erwägt begrenzten Schlag gegen den Iran - Kreise

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar einen anfänglich begrenzten Militärschlag gegen den Iran, um das Land zur Erfüllung seiner Forderungen nach einem Atomabkommen zu zwingen. Der Eröffnungsangriff, der im Falle einer Genehmigung innerhalb von Tagen erfolgen könnte, würde auf einige wenige Militär- oder Regierungseinrichtungen abzielen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sollte sich der Iran weiterhin weigern, Trumps Anweisung zur Beendigung seiner Urananreicherung nachzukommen, würden die USA mit einer breit angelegten Kampagne gegen Einrichtungen des Regimes reagieren - möglicherweise mit dem Ziel, das Regime in Teheran zu stürzen.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweden Jan Verbraucherpreise +0,1% gg Vormonat

Schweden Jan Verbraucherpreise PROGNOSE: +0,1% gg Vormonat

Schweden Jan Verbraucherpreise +0,5% gg Vorjahr

Schweden Jan Verbraucherpreise PROGNOSE: +0,4% gg Vorjahr

GB/Einzelhandelsumsatz Jan +1,8% gg Vm; +4,5% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz Jan PROG: +0,2% gg Vm; +2,8% gg Vj

GB/Einzelhandelsumsatz ex Kraftstoffe Jan +2,0% gg Vm; +5,5% gg Vj

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