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10:11 Uhr, 20.02.2026

S&P Global: Euroraum-Wirtschaft gewinnt im Februar an Dynamik

DJ S&P Global: Euroraum-Wirtschaft gewinnt im Februar an Dynamik

Von Andreas Plecko

DOW JONES--Die Eurozone-Wirtschaft hat im Februar das stärkste Wachstum seit drei Monaten verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 51,9 Zähler von 51,3 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 51,5 Punkte vorhergesagt.

Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung hin. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 50,8 Punkte von 49,5 im Vormonat. Die neutrale Referenzlinie wurde damit erstmals seit einem halben Jahr wieder übersprungen. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 50,0 Zähler prognostiziert.

Der Index für den Servicesektor kletterte auf 51,8 Punkte von 51,6 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 52,0 Punkte erwartet.

Auf Länderebene verzeichnete Deutschland das stärkste Wachstum seit vier Monaten, während die Wirtschaftsleistung in Frankreich weitgehend stagnierte. In den übrigen erfassten Ländern setzte sich der Aufwärtstrend weiter fort, jedoch mit der schwächsten Rate seit Juni 2025.

"Vielleicht ist es etwas verfrüht, aber dies könnte einen Wendepunkt für die Industrie markieren, denn der PMI ist in den grünen Bereich zurückgekehrt", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. "Seit Juni 2022 ist dies nur einmal geschehen, nämlich im letzten August. Diesmal scheinen die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum allerdings etwas besser zu sein."

Er erläuterte: "Die meisten Teilindizes liegen auf einem höheren Niveau als im August, wie beispielsweise die Einkaufsmenge, die Einschätzung der zukünftigen Produktion und die Lagerbestandsindikatoren. Die Auftragseingänge wachsen nach einer dreimonatigen Rückgangsphase wieder moderat. Eine weitere Verbesserung beim Neugeschäft in den kommenden Monaten wäre die Voraussetzung dafür, dass wir uns sicher genug fühlen, um für den Sektor in den nächsten Quartalen einen nachhaltigen Aufwärtstrend vorherzusehen."

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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