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09:00 Uhr, 11.02.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Inflation in China schwächt sich deutlicher ab als erwartet

Die Inflation in China hat sich zum Jahresbeginn etwas abgeschwächt. Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 0,2 Prozent zum Vorjahr, nachdem er im Dezember noch um 0,8 Prozent gestiegen war, wie die Nationale Statistikbehörde mitteilte. Ökonomen hatten im Konsens der Wall Street Journal mit 0,4 Prozent gerechnet. Die Lebensmittelpreise sanken um 0,7 Prozent nach einem Anstieg von 1,1 Prozent im Vormonat. Die Non-Food-Preise kletterten dagegen um 0,4 Prozent nach einem Anstieg von 0,8 Prozent.

Chinas Verbraucherpreise - Verzerrungen durch Neujahrsfest beachten

Die Abkühlung der chinesischen Verbraucherpreise im Januar dürfte die Diskussionen über ein mögliches erneutes Abgleiten in die Deflation wieder aufleben lassen, aber Zavier Wong von eToro würde diesen Schluss noch nicht ziehen. Der Marktanalyst meint, es sei erwähnenswert, dass die Daten starke kalendarische Verzerrungen aufwiesen. Da das Neujahrsfest in diesem Jahr in den Februar und nicht in den Januar falle, habe sich ein Teil des üblichen Preisdrucks durch die Feiertage - einschließlich Lebensmitteln und Reisen - wahrscheinlich in den Folgemonat verschoben. Dies mache den Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum unübersichtlich, schreibt er in einer Research Note.

Logan: Geldpolitik der Fed gut aufgestellt

Die Präsidentin der Dallas-Fed, Lorie Logan, hält die Zinspolitik der US-Notenbank angesichts der Risiken für die Wirtschaft für gut aufgestellt. Diese Aussage kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass sie Zinssenkungen bei den kommenden Sitzungen des Offenmarktausschusses möglicherweise zurückhaltend gegenübersteht. Das aktuelle Zinsniveau sei für eine Wirtschaft, die sowohl mit einer hartnäckigen Inflation als auch mit einem sich allmählich abkühlenden Arbeitsmarkt konfrontiert ist, ungefähr richtig, so Logan. Der geldpolitische Kurs der Fed befinde sich wahrscheinlich nahe einem Niveau, auf dem er die Wirtschaftstätigkeit weder ankurbelt noch bremst.

Fed nähert sich im Inflationskampf offenbar der Ziellinie

Es sei noch nicht an der Zeit für eine Siegesparade, aber die Ziellinie im Inflationskampf der Federal Reserve sei in Sicht, schreibt BeiChen Lin von Russell Investments in einer Research Note. "Ausgeglichene Arbeitsmärkte haben dazu beigetragen, die Dienstleistungsinflation zu dämpfen, und in der zweiten Hälfte dieses Jahres dürfte der Inflationsimpuls durch die Zölle nachlassen", so der leitende Anlagestratege. Die Aktivität am US-Immobilienmarkt bleibe weiterhin gedämpft, was ebenfalls dazu beigetragen dürfte, den Inflationsdruck einzudämmen, meint er.

RBA bekräftigt ihre restriktive Haltung

Die australische Notenbank (RBA) hat einen weiteren nachdrücklichen Hinweis darauf gegeben, dass sie die Zinsen weiter anheben müsse, um das Inflationsproblem einzudämmen. Der stellvertretende Gouverneur Andrew Hauser sagte bei einem Geschäftsessen, die Inflation sei zu hoch und es werde alles getan, um sie zu senken. Er fügte hinzu, dass die Zentralbank das Tempolimit der Wirtschaft respektieren müsse, und verwies dabei auf das Problem einer starken Nachfrage bei einem beschränkten Angebot.

RBNZ dürfte Zinsen stabil halten - Ausblick verbessert sich rapide

Auf der geldpolitischen Sitzung der neuseeländischen Zentralbank in der nächsten Woche werde diese die Zinsen wahrscheinlich unverändert lassen, aber den sich verbessernden wirtschaftlichen Ausblick anerkennen, meint Kelly Eckhold, Chefvolkswirt bei Westpac in Neuseeland. Der Leitzins (Overnight Cash Rate) dürfte bei 2,25 Prozent bleiben, wobei die RBNZ ihre prognostizierte erste Zinserhöhung wahrscheinlich auf Dezember vorziehen werde. Entscheidend sei, dass anhaltende Überkapazitäten, straffere Finanzierungsbedingungen und eine sinkende Inflation bei den Lebensmittel- und Kraftstoffpreisen dazu führen werden, dass die Inflationsprognosen der RBNZ in Richtung 2 Prozent tendieren.

DJG/DJN/apo

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