MÄRKTE EUROPA/Leichte Verluste vor US-Arbeitsmarktdaten
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DOW JONES--Die europäischen Börsen sind mit kleinen Abgaben in den Mittwoch gestartet. Bis zur Vorlage des verschobenen US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag dürften sich Anleger bedeckt halten. Am Abend äußern sich zudem noch drei Mitglieder der US-Notenbank. Während US-Präsident Donald Trump weiter auf Zinssenkungen pocht, hat am Vorabend Dallas-Fed-Chefin Lorie Logan unterstrichen, sie sehe das aktuelle US-Zinsniveau als passend zur Wirtschaftslage. Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 24.914 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent nach unten. Der Euro hält sich derweil mit 1,1915 auf einem hohen Niveau gegen den Dollar. An den Anleihemärkten geht es ruhig zu.
Nach Einschätzung der Commerzbank dürften die US-Daten zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums auf der Stelle tritt. Ein Teil des geringeren Beschäftigungsaufbaus lasse sich sicherlich dadurch erklären, dass wegen der restriktiven Einwanderungspolitik weniger Arbeitskräfte neu auf den Arbeitsmarkt drängten. "Wichtiger erscheint aber, dass die Unternehmen derzeit bei Neueinstellungen sehr zurückhaltend sind", heißt es.
Gute Nachrichten kommen derweil aus China: Dort fielen die Erzeugerpreise (PPI) langsamer als im Vormonat. Dies macht Hoffnung, dass die schon seit 40 Monaten anhaltende Deflation der Fabrikpreise sich dem Ende nähert. In Europa im Fokus steht die Berichtsperiode der Unternehmen. Wichtig für Deutsche Telekom sind die Geschäftszahlen von T-Mobile US am Mittag.
Siemens Energy (+5,3%) hat nach Einschätzung von RBC sehr starke Erstquartalszahlen vorgelegt. Diese sind auf der Ergebnisseite klar über den Erwartungen ausgefallen. Positiv heben die Analysten den um 22 Prozent besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang hervor. Der freie Cashflow sei rund 3 Milliarden Euro besser als geschätzt berichtet worden. Den Ausblick hat der Konzern bestätigt.
Trotz positivem Zahlenausweis geben Commerzbank um 1,7 Prozent nach, die Aktie war aber bereits im Vorfeld gestiegen. Die meisten Prognosen zu Gewinnkennziffern seien übertroffen worden, nur beim Ausblick auf den Nettogewinn für 2026 zeige sich die Bank noch etwas konservativ, heißt es im Handel. So sehe sie rund über 3,2 Milliarden Euro, während die Erwartungen schon über 3,4 Milliarden Euro lägen.
Die Viertquartalszahlen von ABN Amro (-0,5%) haben die Erwartungen nicht erfüllt. Der Finanzkonzern hat einen Gewinn von 410 Millionen Euro ausgewiesen, was laut RBC klar unter der Konsenserwartung von 477 Millionen Euro liegt. Die Zinseinnahmen haben die Erwartungen verfehlt, was auf ein negatives Kreditgeschäft sowie Hedging-Kosten zurückzuführen sei. Den Ausblick hat ABN Amro bestätigt.
Mit kräftigen Aufschlägen von 9,6 Prozent zeigen sich die Aktien von Ahold Delhaize. Der Umsatz traf den erwarteten Rahmen, die Gewinnkennziffern lagen im vierten Quartal etwas stärker zu als erwartet. Der Betriebsgewinn sprang sogar um 48 Prozent auf fast 900 Millionen Euro gegenüber Vorjahr. Dazu wird die Dividende leicht erhöht. Da die Aktien über ein Jahr volatil seitwärts gelaufen waren und sich am unteren Rand der Seitwärtsbewegung befanden, billigen ihnen Händler ein attraktives Aufwärtspotenzial zu.
Als recht ordentlich werden die Geschäftszahlen der Werft TKMS (+0,2%) im Handel bewertet. Das Rüstungsunternehmen hat seine Jahresprognose für den Umsatz erhöht, nachdem ein Rekordauftragsbestand vermeldet worden ist. "So dicht hinter dem Börsengang hat aber auch niemand mit schlechten Zahlen gerechnet", sagt ein Händler. Für die Aktie sei dies nach dem jüngsten Kursrückgang stützend, die laufende Kurserholung dürfte damit weitergehen.
Als "überraschend gut" werden die Geschäftszahlen von Schott Pharma im Handel bezeichnet. Die Profitabilität der Mainzer sei unterschätzt worden. "Dazu zieht sich der bessere Umsatz durch alle Segmente", sagt ein Händler. Schott Pharma gewinnen 8,3 Prozent.
Gerresheimer brechen dagegen um mehr als 30 Prozent ein. "Es war die schlimmstmögliche Kombination heute", sagt ein Händler. Denn nicht nur habe Gerresheimer mit der Bilanzverschiebung entsetzt, dazu habe Konkurrent Schott Pharma auch noch grandiose Geschäftszahlen vorgelegt. Dies habe komplette Portfolio-Umschichtungen in Richtung Schott zur Folge. Von JP Morgan heißt es, bei Gerresheimer habe sie die Lage "von schlecht nach schlechter zu noch schlechter" entwickelt.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.036,60 -0,2% -10,46 +4,6% Stoxx-50 5.147,71 -0,1% -6,32 +5,0% DAX 24.914,16 -0,3% -73,69 +2,1% MDAX 31.745,97 -0,7% -216,24 +4,4% TecDAX 3.609,44 -1,1% -41,76 +0,4% SDAX 18.127,83 -1,0% -190,63 +5,6% CAC 8.299,03 -0,3% -28,85 +2,1% SMI 13.495,28 -0,2% -22,94 +1,9% ATX 5.759,98 +0,6% 35,67 +8,0% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:19 Uhr % YTD EUR/USD 1,1915 +0,2% 1,1891 1,1905 +1,4% EUR/JPY 182,54 -0,6% 183,61 185,63 +0,8% EUR/CHF 0,9130 -0,0% 0,9133 0,9132 -1,9% EUR/GBP 0,8706 -0,1% 0,8717 0,8703 -0,3% USD/JPY 153,20 -0,8% 154,40 155,92 -0,6% GBP/USD 1,3686 +0,3% 1,3641 1,3679 +1,7% USD/CNY 6,9399 -0,0% 6,9417 6,9379 -1,2% USD/CNH 6,9096 -0,0% 6,9127 6,9163 -0,9% AUS/USD 0,7104 +0,5% 0,7070 0,7088 +6,3% Bitcoin/USD 66.951,20 -2,5% 68.671,60 69.304,65 -20,5% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 64,51 63,79 +1,1% 0,72 +11,5% Brent/ICE 69,54 68,80 +1,1% 0,74 +13,2% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.052,24 5.022,26 +0,6% 29,98 +17,1% Silber 83,64 81,23 +3,0% 2,42 +16,9% Platin 1.805,91 1.755,81 +2,9% 50,10 +1,7% Kupfer 5,95 5,91 +0,7% 0,04 +4,0% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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