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09:00 Uhr, 29.01.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Ifo: Auftragslage der Unternehmen nur geringfügig entspannt

Die Auftragslage von Unternehmen in Deutschland bleibt nach einer Erhebung des Ifo-Instituts weiterhin angespannt. Etwa ein Drittel der Unternehmen bekommt zu wenige Aufträge. Der Anteil sank etwas von 36,9 Prozent im Oktober auf 36,3 Prozent im Januar. Damit liegt er weiter deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. "Die leichte Entspannung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Unternehmen nach wie vor zu wenig Aufträge haben", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.

Fed setzt auf Zinspause trotz politischen Drucks

Die US-Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet stabil gehalten - ungeachtet der Forderungen von Präsident Donald Trump nach raschen Senkungen. Die Spanne liegt weiter zwischen 3,50 und 3,75 Prozent, wie die Fed mitteilte. Börsianer und Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Die Unabhängigkeit der US-Notenbank ist derzeit heiß umkämpft. Fed-Chef Jerome Powell widersteht dem Druck von Trump, doch seine Amtszeit endet am 15. Mai. Im Fokus stehen deshalb potenzielle Nachfolger, die bereit wären, geldpolitische Entscheidungen stärker mit den wirtschaftlichen Zielen des Weißen Hauses in Einklang zu bringen.

Powell: Fall Cook könnte wichtigster in Geschichte der Fed sein

Der Fall von Lisa Cook sei vielleicht der wichtigste Rechtsfall in der Geschichte der Fed, sagte Fed-Chef Jerome Powell als Antwort auf die Frage eines Reporters nach seiner Anwesenheit bei den Anhörungen des Obersten Gerichtshofs zu der Fed-Gouverneurin in der vergangenen Woche.

Weiter hohe Realzinsen könnten baldige Fed-Zinssenkung rechtfertigen

Die Realzinsen seien wahrscheinlich immer noch zu hoch, was bald zu einer weiteren Zinssenkung durch die Federal Reserve führen könnte, schreibt Scott Helfstein von Global X in einer Research Note. "Das lässt uns glauben, dass die Fed sich doch noch "dovisher" zeigen könnte, als der Markt erwartet, und bereits im ersten Quartal eine weitere Zinssenkung vornehmen wird", so der Leiter der Anlagestrategie. In der Zwischenzeit werde der Markt wahrscheinlich von den Fundamentaldaten bestimmt.

Wallers abweichende Meinung hält ihn im Rennen um Fed-Vorsitz

Mit seiner ablehnenden Haltung zur Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen stabil zu halten, bleibt Fed-Gouverneur Christopher Waller fest im Rennen um den Spitzenposten der Fed, meint Seema Shah von Principal Asset Management. Die Fed hat die Zinsen am Mittwoch wie erwartet unverändert gelassen, wobei Waller und Stephen Miran abweichend für eine Senkung gestimmt haben. "Wichtiger sei jedoch, dass sein [Wallers] Argument, die Geldpolitik müsse sich einem neutralen Niveau annähern, im Laufe des Jahres an Zugkraft gewinnen könnte - insbesondere, wenn die Anzeichen für eine Abkühlung des Arbeitsmarktes überzeugender würden und der Disinflationstrend anhalte", so die Chef-Anlagestrategin.

Bessent-Kommentare stützen US-Dollar

Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent haben nach Aussage von Analysten der Deutschen Bank zu einer Stabilisierung des US-Dollar geführt. "Vor der Fed-Entscheidung begann sich auch der Dollar zu stabilisieren, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent die "Politik eines starken Dollar" bekräftigt hatte. Einen Tag zuvor hatte Trump hinsichtlich der Richtung der Währung noch entspannter gewirkt", schreiben sie in einem Kommentar. Bessent machte seine Aussagen auf CNBC, wo er sagte, die USA hätten "immer eine Politik des starken Dollar, aber eine Politik des starken Dollar bedeutet, die richtigen Fundamentaldaten zu setzen".

Brasiliens Zentralbank belässt Leitzins auf hohem Niveau

Die brasilianische Zentralbank hat die Leitzinsen wie erwartet auf einem hohen Niveau stabil gehalten. Sie milderte jedoch den in vergangenen Sitzungen vorherrschenden falkenhaften Ton ab und signalisierte eine bevorstehende Lockerung der Geldpolitik. Der geldpolitische Ausschuss, bekannt als Copom, beließ den Referenzzins bei 15,00 Prozent belassen. Auf diesem Stand befindet er sich seit der Anhebung im Juni. Gleichzeitig deutete das Gremium an, dass es bei der nächsten Sitzung im März mit Zinssenkungen beginnen könnte.

+++ Konjunkturdaten +++

Schweiz Dez Handelsbilanz Überschuss 3,036 Mrd CHF

Schweiz Dez Exporte 22,499 Mrd CHF

Schweiz Dez Importe 19,463 Mrd CHF

Philippinen BIP 4Q +3,0% gg Vorjahr (PROG +3,95%)

Philippinen BIP 4Q +0,6% gg Vorquartal

DJG/DJN/apo

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