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09:00 Uhr, 16.01.2026

ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Deutsche HVPI-Inflation sinkt im Dezember auf 2,0 Prozent

Der Inflationsdruck in Deutschland hat im Dezember deutlich abgenommen, was vor allem an Preisrückgängen bei Energie lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 2,0 (Vormonat: 2,6) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 6. Januar.

Baugenehmigungen steigen im November um 12,5 Prozent

Der deutsche Wohnungsbau zeigt im Herbst 2025 deutliche Erholungszeichen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurden im November deutschlandweit 20.100 Wohnungen zum Bau genehmigt. Dies entspricht einem Anstieg von 12,5 Prozent oder 2.200 Genehmigungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

USA und Taiwan schließen Handelsabkommen - US-Chipproduktion gestärkt

Die USA und Taiwan haben ein Handelsabkommen unterzeichnet, das die amerikanische Halbleiterproduktion ankurbeln soll. Im Gegenzug werden Zölle gesenkt, was die Bemühungen der Trump-Regierung unterstützt, kritische Industrien zurück in die USA zu holen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) seine Fertigung in Arizona um mehrere neue Fabriken erweitern. Dies sei Teil einer Gesamtinvestition von 250 Milliarden Dollar in den USA, teilte das Handelsministerium mit. Im Gegenzug senken die USA die Zölle auf Importe aus Taiwan von 20 auf 15 Prozent.

Trump wurde gewarnt: Angriff auf Iran garantiert keinen Regimesturz

US-Präsident Donald Trump ist nach Aussage von US-Regierungsbeamten darauf hingewiesen worden, dass ein großangelegter Schlag gegen den Iran den Sturz der Regierung kaum herbeiführen würde und stattdessen einen umfassenderen Konflikt auslösen könnte. Trump werde nun beobachten, wie Teheran mit den Demonstranten umgeht, bevor er über den Umfang eines potenziellen Angriffs entscheidet.

Fed/Paulson will Zinsen bei kommender Sitzung stabil halten

Die Präsidentin der Philadelphia Fed, Anna Paulson, sieht keine Eile für weitere Zinssenkungen. Sie erwarte, dass die Inflation bis zum Jahresende deutliche Fortschritte beim Rückgang auf das 2-Prozent-Ziel der Zentralbank machen werde, fühle sich aber wohl dabei, die Zinsen bei der kommenden Fed-Sitzung am 27. und 28. Januar stabil zu halten, sagte sie in einem Interview.

Fed/Schmid: Inflation rechtfertigt Beibehaltung des Zinsniveaus

Der Präsident der Federal Reserve von Kansas, Jeff Schmid, hat seine Ansicht bekräftigt, dass der Inflationsdruck in der Wirtschaft nach wie vor zu deutlich spürbar sei und die Zinsen daher unverändert bleiben sollten. Die Währungshüter hätten angesichts einer Inflation, die seit mehr als vier Jahren über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liege, keinen Spielraum für Nachlässigkeit, sagte Schmid in einer Rede.

Japan bereit zu Schritten gegen übermäßige Yen-Bewegungen - Finanzministerin

Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Freitag, die Regierung sei bereit, gegen übermäßige Yen-Bewegungen vorzugehen. Die Währung schwächelt derzeit und nähert sich Niveaus, die eine Intervention auslösen könnten. "Ich habe wiederholt erklärt, dass wir bereit sind, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen", sagte Katayama auf einer Pressekonferenz.

DJG/DJN/apo

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