ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Escriva: EZB lässt Zinsen wahrscheinlich unverändert
DOW JONES--Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird seinen Leitzins nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Jose Luis Escriva trotz rasant steigender Ölpreise voraussichtlich nicht ändern. "Nach dem mir vorliegenden Stand der Informationen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass wir die Leitzinsen bei der nächsten Sitzung antasten werden", sagte Escriva am Freitag dem regionalen Fernsehsender TV3 mit Blick auf den Nahost-Krieg, wie Reuters berichtet. Er fügte hinzu: "Wir können bereits jetzt davon ausgehen, dass es Auswirkungen geben wird." Der Ende Februar begonnene Krieg der Verbündeten USA und Israel gegen den Iran hat sich auch auf andere Golfstaaten ausgeweitet.
Euroraum-BIP steigt im 4Q weniger stark als bisher angenommen
Die Wirtschaft des Euroraums ist im vierten Quartal weniger stark als bisher angenommen gewachsen. Wie Eurostat in dritter Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent. In zweiter Veröffentlichung war ein Plus von 0,3 Prozent gemeldet worden. Auf Jahressicht ergab sich ein revidierter BIP-Zuwachs von 1,2 (zuvor: 1,3) Prozent. Der Privatkonsum stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent und der Staatskonsum um 0,5 Prozent, die Wachstumsbeitrage zur Quartalsveränderungsrate des BIP betrugen 0,2 beziehungsweise 0,1 Prozentpunkt. Einen positiven Beitrag (0,1 Prozentpunkte) lieferten außerdem die Bruttoanlageinvestitionen. Gemindert wurde die Wachstumsrate von den Vorratsveränderungen (minus 0,1 Prozentpunkt) und dem Außenbeitrag (minus 0,1 Prozentpunkt).
EU startet Gespräche über digitales Handelsabkommen mit Kanada
EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hat Gespräche mit Kanadas Minister für internationalen Handel, Maninder Sidhu, über ein digitales Handelsabkommen aufgenommen. Hintergrund sind Spannungen mit den USA, die die Kanadier dazu veranlassen, Abkommen mit anderen Ländern zu abzuschließen. Die EU-Exekutive erklärte, das Abkommen baue auf dem umfassenderen Handelsabkommen beider Seiten, CETA, und einem 2023 unterzeichneten, nicht bindenden Rahmen für eine digitale Partnerschaft zwischen den beiden Regionen auf.
Pentagon bemüht sich um rasche Finanzierung für Iran-Einsatz
Beamte des Pentagons arbeiten nach Insidern an Plänen zum Ersatz für die bei den Angriffen auf den Iran verbrauchten Munitionsbestände. Dieser Schritt iist Teil der Bemühungen der Trump-Regierung, die Zahl der hergestellten Raketen drastisch zu erhöhen. Abgeordnete im Kongress und Vertreter der Rüstungsindustrie erwarten eine Finanzierungsanfrage des Pentagons zur Deckung der mit dem Krieg verbundenen Kosten. Die neuen Mittel würden dem Kauf von Patriot-, Tomahawk- und Thaad-Raketensystemen dienen, die seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe stark beansprucht wurden, sagten die Personen.
USA stimmen im Energiestreit bei IAEA gegen die Ukraine
Die USA haben sich am Donnerstag in einem Streit bei der UN-Atombehörde über die Gefahr durch Angriffe auf die ukrainische Kernenergie erstmals auf die Seite Russlands und Chinas gestellt, was die zunehmende Annäherung Washingtons an Moskau zeigt. Die USA stimmten gegen eine Resolution bei der UN-Atombehörde, die unter anderem von einer Vielzahl europäischer Länder sowie Australien, Kanada, Argentinien und Chile unterstützt wurde. Laut einem vom Wall Street Journal eingesehenen Entwurf wurde Russland in der Resolution nicht namentlich erwähnt. Darin wurde davor gewarnt, dass Angriffe auf ukrainische Umspannwerke und andere Energieinfrastruktur eine direkte Bedrohung für die nukleare Sicherheit darstellten.
Schweiz/SNB: Währungsreserven Feb 710,029 Mrd CHF
Schweiz/SNB: Währungsreserven betrugen im Jan 712,040 Mrd CHF
Taiwan Verbraucherpreise Feb +1,75% gg Vorjahr (PROG +1,5%)
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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