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13:30 Uhr, 25.02.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Inflation im Euroraum sinkt im Februar auf 1,7 Prozent

Der Preisdruck in der Eurozone hat im Februar deutlich abgenommen. Die jährliche Inflationsrate sank auf 1,7 (Vormonat: 2,0) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 4. Februar. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent an. Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, gab ebenfalls nach, aber nur leicht. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) sank auf 2,2 (2,3) Prozent.

IAB-Arbeitsmarktbarometer fällt im Februar in den negativen Bereich

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar erstmals seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich gesunken. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 99,5 Punkte und unterschritt damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten. Das European Labour Market Barometer gab ebenfalls leicht nach und liegt weiterhin unter der 100-Punkte-Marke.

DIW: Konjunkturbarometer springt über die Wachstumsschwelle

Das Konjunkturbarometer des DIW Berlin hat im Februar einen kräftigen Sprung auf 101,6 Punkte gemacht. Damit liegt der Indikator 7 Punkte über dem Vormonatswert und notiert erstmals seit knapp drei Jahren wieder über der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft signalisiert. DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik sieht darin ein stärkeres Anzeichen dafür, dass Deutschland den Weg aus der Stagnation findet, da insbesondere die finanzpolitischen Impulse nun zunehmend die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen.

Welthandel zog 2025 trotz höherer Zölle an

Die weltweiten Handelsströme sind im vergangenen Jahr trotz eines Sprungs bei den US-Zöllen schneller gewachsen. In diesem Jahr dürften sie sich jedoch verlangsamen, die höheren Abgaben fordern ihren Tribut. Allerdings könnte ein Boom bei KI-Investitionen erneut einige dieser Gegenwinde ausgleichen. Das Volumen der grenzüberschreitenden Warenbewegungen stieg 2025 um 4,4 Prozent. Das ist eine Beschleunigung gegenüber der Wachstumsrate von 2,5 Prozent im Jahr 2024.

Ökonomen erwarten vorzeitigen Rückzug Lagardes von EZB-Spitze - Agentur

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird die Europäische Zentralbank (EZB) laut einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen voraussichtlich vor Ende ihrer Amtszeit verlassen. Damit wäre der Weg für das ehemalige EZB-Ratsmitglied Klaas Knot frei, ihr als Präsident nachzufolgen. Mehr als die Hälfte der Befragten nimmt laut dem Bericht an, dass die Französin noch in diesem Jahr zurücktritt. Weniger als 30 Prozent prognostizierten, dass sie ihre achtjährige Amtszeit, die im kommenden Oktober endet, regulär abschließen wird.

SocGen: Chinas Volkskongress dürfte Wachstumsziel modifizieren

Volkswirte von Societe Generale rechnen damit, dass der am 5. März beginnende chinesische Volkskongress eine Modifikation des Wachstumsziels, aber keine durchgreifenden Maßnahmen zur Konsumförderung beschließen wird. Wie Michele Lam und Wei Yao in ihrem Ausblick auf den eine Woche lang dauernden Kongress schreiben, sollten sich Investoren auf die Ziele des nächsten Fünfjahrplans bezüglich technologischem Fortschritt und technologischer Unabhängigkeit konzentrieren. Lam und Yao erwarten, dass die Behörden ein niedrigeres und flexibleres Ziel für den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,5 bis 5 Prozent verabschieden werden.

Wechsel im Board der BoJ bedeutet keine Abkehr von datengestützten Entscheidungen

Das Board der Bank of Japan wird seine Entscheidungen auch weiterhin auf Wirtschaftsdaten stützen, meinen Ökonomen von ING. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Sorgen über die Unabhängigkeit von staatlicher Einflussnahme. Ein Bericht, der den schärferen Ton von Premierministerin Sanae Takaichi in Bezug auf Zinserhöhungen hervorhebt, und die Nominierung von zwei eher "dovish" ausgerichteten Kandidaten für Posten bei der Zentralbank haben den Yen belastet. ING ist jedoch der Ansicht, dass die BoJ mit Zinserhöhungen fortfahren werde, wenn die Daten die Notwendigkeit einer Zinsanpassung signalisieren.

+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 20. Feb +0,4% auf 340,2 (Vorwoche: 339)

US/MBA Purchase Index Woche per 20. Feb -4,7% auf 149,7 (Vorwoche: 157,1)

US/MBA Refinance Index Woche per 20. Feb +4,1% auf 1.432,9 (Vorwoche: 1.375,9)

Hongkong BIP 4Q saisonbereinigt +1,0% gg 3Q

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