ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Eurozone-BIP wächst im vierten Quartal um 0,3 Prozent
Die Wirtschaft im Euroraum ist im vierten Quartal 2025 moderat gewachsen. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Damit wurde die erste Schätzung vom 30. Januar bestätigt, womit auch von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte gerechnet hatten. Auf Jahressicht betrug das BIP-Wachstum im vierten Quartal 1,3 Prozent, ebenfalls eine Bestätigung der ersten Veröffentlichung. Im Vorfeld hatten Ökonomen eine Bestätigung erwartet.
Schweizer Inflation verharrt im Januar bei 0,1 Prozent
Die jährliche Inflationsrate in der Schweiz ist im ersten Monat des Jahres 2026 unverändert geblieben. Dies untermauert die Erwartung, dass die Schweizer Nationalbank (SNB) die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lassen wird. Die Verbraucherpreise lagen im Januar um 0,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat und entsprachen damit der Rate vom Dezember, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik mitteilte.
Schweizer Inflation nicht schwach genug für Negativzinsen
Die schweizerische Inflationsrate für Januar bestärkt die Haltung der Schweizer Nationalbank, dass es weiterhin eine hohe Hürde für Negativzinsen gibt, schreibt Barry van der Laan von Monex in einer Research Note. Die jährliche Inflation lag im Januar bei 0,1 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Dezember. Die Daten wiederholen das zuletzt bekannte makroökonomische Bild der Schweiz einer positiven, aber niedrigen Inflation, wobei das dominante Risiko nicht eine inländische Überhitzung, sondern die Stärke des Schweizer Frankens sei, die den Inflationspfad senke, meint er. "Negative Zinsen bleiben ein Notfallinstrument mit einer sehr hohen Aktivierungsschwelle, und die glaubwürdigere erste Reaktion auf erneuten Disinflationsdruck erfolgt weiterhin über den Devisenkanal", so der Ökonom.
Schweizer Franken gibt nach Inflationsdaten kurzzeitig nach
Der Schweizer Franken hat seine Verluste gegenüber dem Euro kurzzeitig ausgeweitet, nachdem Daten einen Rückgang der Inflation im Januar gegenüber dem Vormonat gezeigt haben. Die Verbraucherpreise sind im Januar im Monatsvergleich um 0,1 Prozent gefallen, nachdem sie im Dezember stagniert hatten. Die Auswirkungen auf den Franken sind bescheiden, da die Schweizer Nationalbank signalisiert hat, dass sie Zinssenkungen in den negativen Bereich trotz der niedrigen Inflation vermeiden will.
Berenberg: Warsh und Trump wollen mehr Macht für die Fiskalpolitik
Berenberg-Volkswirt Atanak Bakishan hat durchaus Sympathie für die Absicht des designierten Fed-Chairman Kevin Warsh, die Bilanz der US-Notenbank zu schrumpfen und das wirtschaftspolitische Ruder dem Finanzministerium zu übergeben. In einer Analyse warnt er allerdings, dass die Fed auch in dieser Konstellation bereitstehen müsste, "die Bowle wegzuräumen". Tue sie das nicht, drohte Inflation. Den am wenigsten schmerzhaften Weg, die Kompetenzausweitung (mission creep) der Fed zu beenden, sieht er darin, die Zusammensetzung der Vermögenswerte der Fed so zu ändern, dass diese lediglich aus Schatzanweisungen (Treasury Bills) bestehen.
Münchner Sicherheitskonferenz könnte Dollar beeinflussen
Die Münchner Sicherheitskonferenz, auf der internationale Führungspersönlichkeiten über die internationale Sicherheit debattieren, könnte Auswirkungen auf den Dollar haben, schreibt Volkmar Baur von der Commerzbank in einer Research Note. Ein im Vorfeld der Konferenz vom 13. bis 15. Februar veröffentlichter Bericht zeige, dass das Ansehen der USA in ganz Europa aufgrund der "Bulldozer-Politik" von Präsident Donald Trump gesunken sei. Auch wenn solche Entwicklungen für den Dollar kurzfristig nicht entscheidend sein mögen, könnten sie mittel- bis langfristig Auswirkungen haben, meint Baur.
Russische Zentralbank senkt Leitzins um 50 Basispunkte
Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins zum sechsten Mal in Folge gesenkt. Der Leitzins wurde um 50 Basispunkte auf 15,50 Prozent reduziert. Eine weitere Senkung der Finanzierungskosten sei möglich, teilte die Notenbank mit. "Die russische Notenbank wird die Notwendigkeit einer weiteren Leitzinssenkung bei ihren kommenden Sitzungen in Abhängigkeit von der Nachhaltigkeit des Inflationsrückgangs und der Dynamik der Inflationserwartungen bewerten", hieß es.
+++ Konjunkturdaten +++
Eurozone/Handelsbilanz Dez Überschuss 12,6 Mrd EUR (Vj Überschuss 13,9 Mrd EUR)
Eurozone/Exporte Dez +1,1%, Importe +0,6% gg Vormonat - saisonbereinigt
Eurozone/Handelsbilanz Dez saisonbereinigt Überschuss 11,6 Mrd EUR (Nov: Überschuss 10,2 Mrd EUR)
Brasilien Einzelhandelsumsatz Dez -0,4% gg Vm; +2,3% gg Vj
Taiwan BIP 4Q revidiert +12,65% gg Vorjahr (vorläufig: +12,68%)
Taiwan BIP 4Q revidiert +5,43% gg Vorquartal (vorläufig: +5,52%)
DJG/DJN/apo
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