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13:30 Uhr, 30.03.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Euroraum-Wirtschaftsstimmung trübt sich im März deutlich ein

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im März deutlich eingetrübt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (Esi) fiel auf 96,6 (Februar: 98,2) Punkte, den niedrigsten Stand seit September 2025. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 96,8 Zähler gerechnet. Deutschlands Esi sank auf 92,9 (93,0), Frankreichs auf 93,8 (97,5), Italiens auf 100,7 (102,0) und Spaniens auf 103,7 (106,1) Punkte. Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone erhöhte sich unerwartet auf minus 7,0 (minus 7,2) Punkte. Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang auf minus 8,0 erwartet.

Verbraucherpreise steigen in Bundesländern deutlich

In sechs deutschen Bundesländern sind die Verbraucherpreise im März im Zuge des Nahost-Kriegs deutlich gestiegen. Wie aus Daten der Statistischen Landesämter hervor geht, erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vormonat um 0,9 bis 1,2 Prozent und lagen um 2,5 bis 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Durchschnitt der sechs Bundesländer kletterte die Teuerungsrate um knapp 0,8 Prozentpunkte. Das entspricht in etwa der Prognose für die landesweite Inflationsentwicklung. Erwartet wird hier ein Anstieg von 1,9 auf 2,7 Prozent.

BA-X-Stellenindex sinkt im März um 3 Punkte

Der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhobene Stelleindex BA-X ist im März um 3 Punkte auf 103 Punkte gesunken. Wie die BA in ihrer monatlichen Veröffentlichung mitteilte, hält sie die Arbeitskräftenachfrage trotzdem für "auf niedrigem Niveau stabil". "Schwankungen in der Entwicklung des BA-X werden seit einigen Monaten mit dadurch verursacht, dass einzelne Arbeitgeber ihren Personalbedarf der Bundesagentur für Arbeit als Großaufträge gemeldet haben", heißt es weiter.

Ifo: Unternehmen planen mit höheren Preisen

Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts mit höheren Preisen. Der entsprechende Ifo-Indikator kletterte im März auf 25,3 Punkte, nach 20,3 Punkten im Februar. Das ist der höchste Wert seit März 2023. "Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen."

EZB stellt auf Ex-post-Prüfung interner Modelle von Banken um

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Prüfung so genannter interner Modelle beschleunigen, mit denen Banken die Hinterlegung ihrer Aktiva mit Eigenkapital berechnen. Dazu will sie unter anderem die Modelle nicht vor deren Nutzung, sondern bei laufender Nutzung prüfen. "Durch den Wechsel von einer Ex-ante- zu einer Ex-post-Bewertung macht die EZB den Genehmigungsprozess für Banken schneller und vorhersehbarer", heißt es in einer Mitteilung. Diese Reform ermögliche es den Banken, Modelländerungen schnell umzusetzen. Sie müssten alte und neue Modelle nicht mehr parallel betreiben, während sie auf die aufsichtliche Überprüfung warteten. Ab dem 1. Oktober 2026 wird die EZB den Banken erlauben, wesentliche Änderungen an ihren internen Modellen für das Kreditrisiko kurz nach Einreichung eines vollständigen Antragspakets umzusetzen.

Kanada erwägt Finanzhilfe für Glencore-Kupferschmelze - Agentur

Die kanadische Regierung prüft nach Informationen von Bloomberg Finanzhilfen in Höhe von etwa 150 Millionen Kanadischen Dollar, um Glencore bei der Erfüllung von Emissionsauflagen in seiner Kupferschmelze nordwestlich von Montreal zu unterstützen. Der Rohstoffriese hatte damit gedroht, die Schmelze wegen neuer Umweltauflagen zu schließen, nun prüfe die Regierung Hilfen, um ein neues Systeme zur Emissionskontrolle zu finanzieren, berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen.

Belgien März Verbraucherpreise +1,65% (Feb: +1,45%) gg Vorjahr

GB/Nettokreditvergabe Privathaushalte Feb +6,8 Mrd GBP (Jan: +6,0 Mrd GBP)

GB/Nettokreditvergabe für Konsumzwecke Feb +1,9 Mrd GBP (Jan: +1,8 Mrd GBP)

GB/Nettovergabe Hypothekenkredite Feb +4,8 Mrd GBP (Jan: +4,2 Mrd GBP)

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