ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
DIW-Konjunkturbarometer zeigt schleppende Erholung
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist im März weiter gestiegen. Nach drei deutlichen Anstiegen in den vergangenen Monaten hat sich das Plus mit 0,2 auf nun 90,6 Punkte aber deutlich abgeschwächt, wie das Institut mitteilte. Zudem verharrt der Barometerwert damit weiterhin klar unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt.
BA: Kein weiterer Rückgang der Nachfrage nach Arbeitskräften
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist im März stabil geblieben, nachdem sie in den letzten Monaten stetig gesunken war. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) stagnierte bei 103 Punkten, wie die Bundesagentur mitteilte. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat der BA-X 10 Punkte verloren.
Villeroy: EZB muss höhere Langfristzinsen berücksichtigen
Der jüngste Anstieg der Renditen langlaufender Anleihen wird nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau nicht ohne Einfluss auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben. "Der Anstieg der langfristigen Zinsen stellt - unter der Annahme ansonsten unveränderter Rahmenbedingungen - eine Straffung der Finanzierungsbedingungen dar, die wir in unsere Analyse einbeziehen werden", sagte er in einer Konferenz des internationalen Bankenverbands IIF. Der Gouverneur der Banque de France verwies andererseits darauf, dass die auch von der Geldpolitik herbeigeführte Versteilung der Zinskurve einen Stimulus bewirke.
Buch: EZB würde auf stärkere Krypto-Risiken reagieren
Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Bankenaufsichtschefin Claudia Buch bereit, auf einen stärkeren Einfluss von Krypto-Assets auf europäische Banken zu reagieren. "Die direkte Exponierung europäischer Banken gegenüber diesen Assets ist begrenzt, auch deshalb weil wir hier aufmerksam gewesen sind", sagte sie in einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments.
EZB: Kreditvergabe an Unternehmen im Februar leicht beschleunigt
Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im Februar leicht beschleunigt. Nach einer Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Buchkreditvergabe an Nicht-Finanzunternehmen mit einer Jahresrate von 2,2 (Januar: 2,0) Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kreditvergabe um 14 Milliarden Euro, nachdem sie im Vormonat um 6 Milliarden zugenommen hatte.
EZB-Bankenaufsicht muss 2024 weniger häufig eingreifen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr weniger Durchsetzungs- und Sanktionsverfahren gegen Banken einleiten müssen als im Vorjahr. Wie die EZB in ihrem Jahresbericht zur Bankenaufsicht mitteilte, wurden 2024 acht Verfahren zur Durchsetzung und Sanktionierung durchgeführt. Davon waren sieben Sanktionsverfahren, die zu drei EZB-Beschlüssen führten, und eines war ein Durchsetzungsverfahren, das zum Jahresende noch nicht abgeschlossen war. 2024 waren 14 derartige Verfahren durchgeführt worden.
Norwegens Zentralbank belässt Leitzins bei 4,50 Prozent
Die norwegische Zentralbank hat ihren Leitzins bei 4,50 Prozent belassen und ist damit von ihrer vorherigen Prognose abgerückt, wonach eine Zinssenkung auf der Sitzung am Donnerstag wahrscheinlich sei, nachdem die jüngsten Inflationsdaten viel stärker als erwartet ausgefallen waren. Die Entscheidung stand im Einklang mit einer Umfrage von Dow Jones Newswires.
US-Regierung kündigt Zoll von 25 Prozent auf Autoimporte an
US-Präsident Donald Trump hat einen Einfuhrzoll von 25 Prozent auf alle Autoimporte angekündigt. "Wir werden 25 Prozent Zölle auf alle Autos erheben, die nicht in den Vereinigten Staaten hergestellt werden", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office. Ausnahmeregelungen für Länder wie Kanada und Mexiko, die ein Freihandelsabkommen mit den USA haben, scheinen damit ausgeschlossen zu sein. Die USA würden am 3. April mit der Erhebung der Autozölle beginnen, sagte Trump. Die Zölle würden auf fertige Autos und Autoteile erhoben, sagte ein hoher Regierungsbeamter.
BGA fordert harte Gegenmaßnahmen gegen Trump-Zölle
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat die EU-Kommission zu harten Gegenmaßnahmen gegen die von der US-Regierung verhängten Zölle aufgefordert. "Donald Trump hat diesen Handelskrieg einseitig und auf Basis falscher Behauptungen begonnen", erklärte Dirk Jandura, Präsident des BGA. "Ich fordere die Europäische Union zu klaren Gegenmaßnahmen auf. Diese sollten auch eine Reaktion auf die marktbeherrschende und übermächtige Rolle amerikanischer Digitalkonzerne in Europa beinhalten."
DJG/DJN/apo
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