ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Euroraum-Arbeitslosenquote sinkt unerwartet auf 6,3 Prozent
Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist im November entgegen den Erwartungen zurückgegangen. Wie Eurostat mitteilte, lag die Quote nur noch bei 6,3 (Oktober: 6,4) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine konstante Quote von 6,4 Prozent prognostiziert. Im November 2025 hatte die Quote bei 6,2 Prozent gelegen. Gemäß Schätzungen von Eurostat waren im November im Euroraum 10,937 Millionen Menschen arbeitslos, 71.000 weniger als im Oktober, aber 253.000 mehr als im November 2024.
Euroraum-Erzeugerpreise November 1,7% unter Vorjahresmonat
Von den Produzenten des Euroraums ist auch im November kein Inflationsdruck ausgegangen. Wie Eurostat mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat zwar um 0,5 Prozent, lagen aber um 1,7 (Oktober: minus 0,5) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Ohne Energie überstiegen die Erzeugerpreise das Vorjahresniveau um 1,0 (plus 0,9) Prozent. Die Erzeugerpreise für Energie sanken dagegen um 7m4 (minus 3,9) Prozent.
Euroraum-Wirtschaftsstimmung im Dezember leicht eingetrübt
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember wie erwartet etwas eingetrübt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (Esi) sank auf 96,7 (November: 97,1) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Indexrückgang auf 96,7 gerechnet. Deutschlands Esi sank auf 90,1 (91,2) Punkte, Frankreichs auf 94,3 (95,2), Italiens auf 101,1 (101,7) und Spaniens auf 104,6 (105,1) Punkte.
EZB: Inflationserwartungen der Konsumenten unverändert
Die Inflationserwartungen von Konsumenten im Euroraum sind im November unverändert geblieben. Wie aus der jüngsten Konsumentenumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht, erwarteten die Konsumenten wie im Oktober, dass die Verbraucherpreise in den nächsten zwölf Monaten um 2,8 Prozent steigen werden. Die Erwartungen auf Sicht von drei und fünf Jahren blieben ebenfalls unverändert bei 2,5 und 2,2 Prozent.
VDMA: Auftragseingang November um 7% über Vorjahresmonat
Die Auftragslage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich in den Schlussmonaten des Jahres 2025 wieder etwas erholt. Auf das Orderplus im Oktober folgte auch im November ein realer Bestellzuwachs von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA berichtet. Für die elf Monate von Januar bis einschließlich November 2025 resultiert damit eine Stagnation auf Vorjahresniveau in den Auftragsbüchern. Zum Halbjahr hatten die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau noch leicht über dem Vorjahreswert gelegen, danach folgten einige Monate mit teils kräftigen Rückgängen.
IWH: Insolvenzen 2025 auf höchstem Stand seit zwei Jahrzehnten
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland hat nach Aussage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten erreicht. Wie das IWH mitteilte, wurden 17.604 Personen- und Kapitalgesellschaften insolvent, davon 1.519 im Dezember. "Das sind 17 Prozent mehr als im November, 14 Prozent mehr als im Dezember 2024 und 75 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Dezember der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie", heißt es in einer IWH-Mitteilung. Der Gesamtjahreswert sei der höchste seit 2005 gewesen.
Ifo: Industrieunternehmen werden immer mehr zu Dienstleistern
Deutsche Industrieunternehmen machen nach Erkenntnissen des Ifo-Instituts immer mehr Umsatz mit Dienstleistungen. "Im Jahr 2024 haben Industrieunternehmen schätzungsweise 166 Milliarden Euro mit produktbegleitenden Dienstleistungen umgesetzt, wie Beratung, Montage oder Wartung. Damit übertrafen sie zum Beispiel den Umsatz des gesamten Gastgewerbes in Deutschland, der bei rund 138 Milliarden Euro lag", sagt Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser.
Schweizer Inflation zieht leicht an
Die Schweizer Inflation ist im letzten Monat des Jahres 2025 leicht gestiegen. Dies dürfte den Druck auf die Zentralbank des Landes lindern, die Zinsen unter Null zu senken. Die Inflation kletterte im Dezember auf 0,1 Prozent, nach 0,0 Prozent im November, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Es war der erste Anstieg seit fünf Monaten.
Trumps Krypto-Firma World Liberty Financial beantragt Banklizenz
Eine Einheit von World Liberty Financial, dem wichtigsten Krypto-Venture der Trump-Familie, hat eine nationale Banklizenz beantragt. Damit schließt sich das Unternehmen dem Ansturm von Krypto-Firmen an, die einen breiteren Zugang zum traditionellen Finanzwesen suchen. World Liberty Trust reichte seinen Antrag am Mittwoch beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) ein. Als Arm des Finanzministeriums genehmigt, reguliert und beaufsichtigt das OCC alle nationalen Banken in den USA. Eine Banklizenz würde es World Liberty Trust ermöglichen, USD1 auszugeben und zu verwahren. Dabei handelt es sich um den dollarunterlegten Stablecoin, den World Liberty im vergangenen Jahr eingeführt hat.
Brasilien Industrieproduktion Nov unverändert gg Vormonat - IBGE
Brasilien Industrieproduktion Nov -1,2% gg Vorjahr - IBGE
Mexiko Verbraucherpreise Dez +0,28% (PROG: +0,36%) gg Vm
Mexiko Kernrate Verbraucherpreise Dez +0,41% (PROG: +0,42%) gg Vm
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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