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22:03 Uhr, 04.03.2026

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

ISM-Index für US-Dienstleister steigt im Februar unerwartet

Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im Februar unerwartet beschleunigt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 56,1 (Vormonat: 53,8). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang auf 53,5 prognostiziert. Das Stimmungsbarometer liegt damit über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum der US-Dienstleistungsbranche signalisiert. Unter den stark beachteten Unterindizes stieg der für Neuaufträge auf 58,6 (Vormonat: 53,1), jener für die Beschäftigung legte zu auf 51,8 (50,3). Der Index für die Produktion nahm zu auf 59,9 (57,4), während der Subindex der Preise einen Rückgang auf 63,0 (Vormonat: 66,6) verzeichnete.

S&P Global: US-Dienstleister mit langsamer wachsendem Geschäft im Februar

Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist laut einer Umfrage von S&P Global im Februar langsamer als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 51,7 von 52,7 Punkten. Volkswirte hatten einen Stand von 52,3 vorhergesagt. Vorläufig war für Februar ein Wert von 52,3 ermittelt worden. Insgesamt hat sich die Entwicklung in der US-Wirtschaft im Februar verlangsamt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 51,9 von 53,0 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

ADP: US-Privatsektor schafft mehr Stellen als erwartet

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Februar deutlicher als erwartet gestiegen, allerdings von einer nach unten revidierten Vormonatsbasis. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden 63.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von nur 48.000 Jobs prognostiziert. Im Januar waren unter dem Strich allerdings nur 11.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, 11.000 weniger als ursprünglich gemeldet.

Beige Book: Wirtschaftliche Aktivität weiter differenziert

Die wirtschaftliche Aktivität in den USA zeigt sich einer Erhebung der US-Notenbank zufolge weiter differenziert. Wie es im Konjunkturbericht Beige Book heißt, stieg die gesamtwirtschaftliche Aktivität in sieben der zwölf Federal Reserve Distrikte leicht bis moderat. Die Zahl der Distrikte, die eine stagnierende oder rückläufige Aktivität meldeten, erhöhte sich von vier im Vorquartal auf fünf im aktuellen Quartal. Obwohl die Verbraucherausgaben insgesamt leicht angestiegen seien, hätten zwei Distrikte anhaltende Rückgänge gemeldet.

Die Beschäftigungszahlen seien in den vergangenen Wochen weitgehend stabil geblieben. Sieben der zwölf Distrikte hätten keine Veränderungen bei den Einstellungen gemeldet. Als Grund für stagnierende oder rückläufige Beschäftigungszahlen seien unter anderem eine schwächere Nachfrage oder Unsicherheit über die allgemeine Wirtschaftslage genannt.

US-Rohöllagerbestände überraschend deutlich gestiegen

Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 27. Februar deutlicher als erwartet ausgeweitet. Sie stiegen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 3,475 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Anstieg um 1,6 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 15,989 Millionen Barrel erhöht.

Bessent kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung des Ölhandels an

Die USA stehen kurz davor, eine Reihe von Maßnahmen vorzustellen, um den Ölhandel im Golf zu stabilisieren. Finanzminister Scott Bessent sagte am Mittwoch, es würden weitere Maßnahmen angekündigt. "Wir werden eine Reihe von Ankündigungen machen", sagte Bessent in einem Interview auf CNBC. "Wir haben gestern mit der Ankündigung begonnen, dass die DFC [Entwicklungsfinanzierungsinstitution] an diesem Wochenende die Versicherung sowohl für Rohöltanker als auch für Frachtschiffe übernehmen wird, die im und um den Golf operieren."

EU-Kommission stellt "Industrial Accelerator Act" vor

EU-Industriekommissar Stephane Sejourne hat Vorschriften zur Unterstützung von Unternehmen vorgeschlagen, die kohlenstoffarme Technologien wie Windturbinen und Batterien für Elektrofahrzeuge in Europa herstellen. Der so genannte "Industrial Accelerator Act" zielt darauf ab, die Produktion in der EU durch beschleunigte Genehmigungsverfahren und die Festlegung von Mindestanforderungen für bestimmte in Europa herzustellende Komponenten anzukurbeln. "Was ich Ihnen ... präsentiere, ist mehr als nur eine Änderung der Arbeitsabläufe, es ist eine Änderung der Doktrin - etwas, das noch vor wenigen Monaten undenkbar war", sagte Sejourne vor Reportern in Brüssel. Der Gesetzentwurf sieht die Einführung eines "grünen" Labels für Stahl vor, um Käufern Informationen über die Kohlenstoffintensität von Produkten zu geben. Zudem sollen bei öffentlichen Vergabeverfahren Anforderungen an die Kohlenstoffarmut und den EU-Ursprung von Inhalten festgelegt werden.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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