ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Trump: Operation dauert 4 bis 5 Wochen oder länger
Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Die Operation entwickele sich schneller als die USA erwartet hätten. "Wie lange es auch immer dauert, es ist ok. Was auch immer notwendig ist", so Trump.
S&P Global: Aktivität in US-Industrie wächst im Februar langsamer
Die Aktivität in der US-Industrie ist laut einer Umfrage von S&P Global im Februar im Vergleich zum Vormonat langsamer gewachsen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 51,6 von 52,4 Punkten. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 51,2 ermittelt worden. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, unterhalb von 50 eine schrumpfende Wirtschaft.
ISM-Index für US-Industrie über Erwartung
Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut ISM im Februar verlangsamt. Der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 52,4 (Vormonat: 52,6). Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 52,0 prognostiziert.
Kocher: EZB sollte zu raschen Zinsbewegungen bereit sein
Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Martin Kocher bereit sein, ihren Leitzins schnell in die eine oder die andere Richtung zu bewegen, falls einige der potenziellen Bedrohungen für die Wirtschaft der Eurozone durch die erneut gestiegene Unsicherheit eintreten sollten. In einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Kocher, dass eine neue Zunahme der Unsicherheit seit Jahresbeginn sowohl eine Zinssenkung als auch eine Erhöhung als nächsten Schritt möglich mache. Am Wochenende fügte er auf Nachfrage hinzu: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es definitiv zu früh, um konkrete Auswirkungen der aktuellen Ereignisse auf die Inflation oder das Wachstum im Euroraum zu quantifizieren." Störungen auf den Ölmärkten oder der Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnten die Kosten und damit die Inflation in die Höhe treiben, während die Spannungen gleichzeitig die wirtschaftliche Aktivität belasten könnten.
Hapag-Lloyd warnt vor Störung des Betriebs im gesamten Nahen Osten
Hapag Lloyd hat vor Störungen in seinem Schiffsbetrieb im gesamten Nahen Osten gewarnt. "Die aktuelle Sicherheitslage im und um den Persischen Golf beeinträchtigt die Schiffsbewegungen und den Hafenbetrieb in der gesamten Region, was sich auf Ihre Sendungen in und aus mehreren Ländern in diesem Gebiet auswirken kann", teilte das Unternehmen am Montag in einer Kundeninformation mit. Sendungen in und aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain, dem Irak und dem Oman könnte beeinträchtigt sein, so die Reederei. Störungen der Fahrpläne, einschließlich Änderungen bei Hafenanläufen und Transitzeiten, seien zu erwarten. Fracht könnte sich verzögern und einige Schiffe könnten in sicheren Gewässern zurückgehalten werden, bis eine Weiterfahrt möglich ist, hieß es.
Hegseth verteidigt US-Angriffe auf den Iran
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat eine Pressekonferenz im Pentagon mit einer Rechtfertigung der US-Angriffe auf den Iran als Maßnahme zum Schutz des amerikanischen Volkes eröffnet. Er sagte, der Iran habe über Jahrzehnte hinweg durch seine Stellvertretergruppen Amerikaner getötet. "Wir haben diesen Krieg nicht begonnen, aber unter Präsident Trump beenden wir ihn", sagte Hegseth. Die USA hätten das wachsende Arsenal an ballistischen Raketen und Drohnen des Irans ausschalten müssen, damit diese die Welt nicht länger mit einer Atomwaffe bedrohen könnten, fügte der Verteidigungsminister hinzu. "Der Iran hat leistungsstarke Raketen und Drohnen gebaut, um einen konventionellen Schutzschild für seine nuklearen Erpressungspläne zu schaffen", sagte Hegseth. "Unsere Stützpunkte, unsere Leute, unsere Verbündeten - alle waren in ihrem Fadenkreuz. Der Iran hielt uns eine konventionelle Pistole an den Kopf, während er versuchte, sich den Weg zu einer Atombombe zu erlügen."
Libanons Premierminister verbietet militärische Aktivitäten der Hisbollah
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat am Montag erklärt, dass seine Regierung ein Verbot aller militärischen Aktivitäten der Hisbollah beschlossen hat. Dieser Schritt erfolgt inmitten eines neuen Schlagabtauschs zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Miliz. In einer Erklärung im libanesischen Fernsehen und in sozialen Medien forderte Salam die Behörden auf, ein "unverzügliches Verbot aller Sicherheits- und Militäraktivitäten der Hisbollah" durchzusetzen. Er fügte hinzu, dass die militante Gruppe verpflichtet sei, ihre Waffen an den Staat zu übergeben.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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