Trump wohl wegen Iran-Konflikt zunehmend frustriert über Europa
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Von Anvee Bhutani
DOW JONES--US-Präsident Donald Trump soll nach Angaben von Senator Lindsey Graham zunehmend frustriert über die Zurückhaltung der europäischen Verbündeten bei der Unterstützung der US-Bemühungen im Iran-Konflikt sein. Graham, ein enger Vertrauter Trumps und prominenter Befürworter des Militäreinsatzes, erklärte dies nach einem Gespräch mit dem Präsidenten und schrieb auf der Plattform X, er habe Trump "noch nie so wütend erlebt". Grund dafür sei die Unwilligkeit Europas, militärische Ressourcen zur Offenhaltung der Straße von Hormus beizusteuern, ungeachtet der Bedeutung der Wasserstraße für die globalen Energiemärkte. Das Weiße Haus verwies gegenüber dem Wall Street Journal auf einen Post Trumps beim Netzwerk Truthsocial, in dem es hieß: "Wir benötigen oder wünschen die Unterstützung der NATO-Staaten nicht länger."
Graham kritisierte die europäischen Regierungen und warf ihnen vor, die Bedrohung durch Irans nukleare Ambitionen herunterzuspielen. Zudem kämen sie ihrer Pflicht zur Lastenteilung bei Militäraktionen nicht nach. "Die Arroganz unserer Verbündeten ist mehr als beleidigend", sagte Graham. Europa behandle die Verhinderung eines atomar bewaffneten Irans fälschlicherweise primär als eine Verantwortung der USA. Der Senator warnte, dass die Folgen der Untätigkeit der Verbündeten sowohl für Europa als auch für die USA erheblich sein dürften. Die Auswirkungen würden "weitreichend und tiefgreifend" sein, so Graham weiter.
Kontakt: redaktion.de@dowjones.com
DJG/DJN/cbr/cln
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
