Kommentar
09:30 Uhr, 11.03.2026

Trump beruhigt die Marktteilnehmer

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Europäische Aktien legen kräftig zu

Am Dienstag kehrte wieder etwas Ruhe an den Märkten ein. Grund dafür war die Aussage von Donald Trump, dass der Krieg im Nahen Osten so gut wie beendet sei. Darüber hinaus sei Washington sehr gut in der Zeit, schließlich habe man ursprünglich fünf bis sechs Wochen veranschlagt. Fraglich ist, ob der Iran, den Trump selbstverständlich nicht gefragt hat, dessen Einschätzung teilt. Am Ende des Tages muss die Straße von Hormus befahrbar sein. Während DAX und Euro Stoxx 50 noch mit einem Plus von 2,39 % respektive 2,67 % kräftig zulegten, zogen schlechte Nachrichten nach Börsenschluss den S&P 500 am späten Abend deutscher Zeit gleich wieder ins Minus. Auslöser war ein Medienbericht, demzufolge der Iran nun plane, Minen in der Meerenge zu verlegen. Es bleibt also ein Auf und Ab an den Märkten, und daran können auch Trumps Beruhigungsversuche nichts ändern.

Chinas Außenhandel nimmt Fahrt auf

Chinas Außenhandel ist fulminant ins Jahr gestartet: Exporte und Importe legten jeweils um rund ein Fünftel zu, während der Handelsbilanzüberschuss sich auf 214 Mrd. US-Dollar summierte. Dies unterstreicht, wie stark die Volksrepublik von globalen Technologieinvestitionen profitiert. Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach Afrika, in die ASEAN-Staaten und in die EU. Der Importanstieg deutet auf eine Stabilisierung hin, ist jedoch durch hohe Energie- und Rohstoffkäufe verzerrt.

Heute US-Inflation im Fokus

Am heutigen Mittwoch stehen wieder einige Veröffentlichungen auf der Agenda. Das US-Arbeitsministerium wird die Teuerungsdaten für Februar veröffentlichen. Dabei handelt es sich um die letzten Zahlen vor Ausbruch des Krieges gegen den Iran, der die Ölpreise im März weltweit in die Höhe getrieben hat. Wir rechnen mit einem Anstieg der monatlichen Preisentwicklung auf 0,3 %, während der Zuwachs im Januar gegenüber Dezember noch bei 0,2 % gelegen hatte. Auf das Jahr hochgerechnet entspricht dies einer Inflationsrate von 2,4 %. Auch hierzulande veröffentlicht das Statistische Bundesamt heute neue Daten. Im Unterschied zu den USA dürfte der hiesige Verbraucherpreisindex unverändert bei 1,9 % gegenüber dem Vorjahr verharren. Darüber hinaus wird Isabel Schnabel, Mitglied des EZB-Direktoriums, heute in Frankfurt eine Rede zu den Themen Inflation, Beschäftigung und KI halten. Medienberichten zufolge wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde ihr Amt vorzeitig niederlegen. Isabel Schnabel gilt als eine der möglichen Nachfolgerinnen für den Chefposten der Zentralbank.

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