Kommentar
09:30 Uhr, 16.01.2026
Tron-Gründer kriminell? US-Demokraten werfen SEC Nachlässigkeit im Fall Justin Tron vor
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- Mehrere demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses erhöhen den Druck auf die US-Börsenaufsicht SEC. In einem Schreiben an SEC-Chef Paul Atkins kritisieren Maxine Waters, Sean Casten und Brad Sherman, dass die Behörde seit Anfang 2025 zahlreiche prominente Krypto-Verfahren ausgesetzt oder eingestellt hat – darunter auch das Verfahren gegen Tron-Gründer Justin Sun.
- Laut den Abgeordneten habe sich die SEC aus mehr als einem Dutzend Verfahren zurückgezogen, unter anderem gegen Binance, Coinbase und Kraken. Diese Entwicklung werfe angesichts früherer Anlegerschäden in der Branche grundlegende Fragen zur Prioritätensetzung und Durchsetzungsstärke der Behörde auf.
- Besonders brisant: Der Rückzug der SEC falle zeitlich mit stark steigenden politischen Spenden aus der Kryptobranche zusammen. Die Demokraten sprechen von einer “unübersehbaren Schlussfolgerung eines Pay-to-play-Systems”. Demnach sollen Krypto-Unternehmen mindestens 85 Millionen US-Dollar für die Wiederwahlkampagne von Präsident Donald Trump gespendet haben. Mehrere Firmen, deren Verfahren eingestellt wurden, hätten zudem jeweils mindestens eine Million US-Dollar zur Amtseinführung von Trump beigetragen.
- Im Fokus steht der seit fast einem Jahr pausierte SEC-Prozess gegen Justin Sun. Dieser war 2023 wegen mutmaßlich nicht registrierter Wertpapierangebote, Marktmanipulation und irreführender Prominentenwerbung verklagt worden. Die Abgeordneten kritisieren, die lange Aussetzung sende das Signal, dass Wertpapiergesetze selektiv durchgesetzt würden – zugunsten politisch einflussreicher Akteure. Zudem äußern sie Sicherheitsbedenken wegen Suns angeblicher China-Verbindungen und fordern die Sicherung aller relevanten Kommunikationsunterlagen.
- Justin Sun ist der Gründer von Tron. Er gehört zu den schillerndsten Personen im Kryptospace.
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