TKMS - Wann beendet der Uboot-Hersteller den Tauchgang?
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- TKMS AG & Co. KGaA - WKN: TKMS00 - ISIN: DE000TKMS001 - Kurs: 85,500 € (XETRA)
Die ehemalige Rüstungssparte von ThyssenKrupp war erst im Oktober 2025 an die Börse gegangen. Das Unternehmen verzeichnet generell eine gute operative Entwicklung, die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Im August präsentierte TKMS überzeugende Quartalsergebnisse: Im vorherigen Geschäftsquartal konnten Umsatz und Ergebnis knapp oberhalb der Erwartungen veröffentlicht werden.
Aufgrund des positiven Verlaufs der ersten Monate 2026 hob TKMS zudem die Prognose für das Gesamtjahr an. Statt des ursprünglich erwarteten Umsatzwachstums von zwei bis fünf Prozent stellt TKMS nun ein Plus von zehn bis zwölf Prozent in Aussicht. Gleichzeitig soll die bereinigte EBIT-Marge auf bis zu 6,5 Prozent steigen.
Auftragsbestand auf Rekordhoch
Per Ende Juni lag der Auftragsbestand bei 20,1 Milliarden (!) Euro – ein Rekordwert. Großprojekte für Norwegen, der U-Boot-Auftrag der Klasse 212CD, sichern die Auftragslage ebenso wie der Vertrag der Deutschen Marine über vier MEKO-Fregatten im Wert von rund 6,3 Milliarden Euro (inklusive einer Option auf vier weitere Einheiten).
Für ein kanadisches U-Boot-Programm, welches wahrscheinlich 2027 unterzeichnet wird, gilt TKMS als Favorit für bis zu zwölf U-Boote. TKMS kommt der Nachfrage schon jetzt kaum hinterher und baut die Kapazitäten aus (was allerdings auch hohe Investitionen erfordert). Mit der italienischen Werft Fincantieri gaben die Kieler kürzlich eine Kooperation im Unterwassersegment bekannt, um die maritime Basis Europas strategisch zu stärken.
Aktie im Seitwärts-Modus
Trotz guter Zahlen und eines extrem hohen Auftragsbestands war die Aktie in den vergangenen Monaten kein Highflyer. Im Gegenteil, das Wertpapier steckt in einer Konsolidierungsphase fest. Nach dem Börsengang 2025 entwickelte sich TKMS mehrheitlich seitwärts.
Dies ist meiner Meinung nach allerdings nicht auf fundamentale Aspekte, sondern eher auf die allgemeine Skepsis im Rüstungssektor zurückzuführen. Das IPO erfolgte in der Spitze des Rüstungsbooms zu einem hohen Ausgabepreis, eine Korrektur war anschließend gesund. Seit einigen Monaten drücken Friedensüberlegungen im Russland-Ukraine-Krieg die Stimmung im boomenden Rüstungssektor. Institutionelle Marktteilnehmer schichten teilweise Kapital in andere Branchen um, was natürlich auch TKMS zu spüren bekam.
Das sagen die Analysten
Analystenhäuser wie Bernstein Research halten ungeachtet dessen an ihren optimistischen Prognosen fest und beziffern das Kursziel für die Aktie weiterhin mit 125 Euro. Die Experten stellen die profitable Abarbeitung des gewaltigen Auftragsbergs und die steigende Marge in den Mittelpunkt der Analyse.
Im gesamten Marktkonsens der befragten Analysten sprechen sich derzeit 60 bis 70 Prozent der Analysten für einen Kauf aus, während 30 bis 40 Prozent mit „Halten“ urteilen. Verkaufsempfehlungen gibt es aktuell seitens der Analystengilde nicht. Das durchschnittliche Kursziel wird bei rund 110 Euro gesehen. Aktuell notiert der MDAX-Titel bei 84,30 Euro.
Charttechnik: Stabilisierung voraus?
Auch aus charttechnischer Sicht ist TKMS einen Blick wert. Im August ließ Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius die Aktie haussieren (siehe oben), anschließend verbuchte die Aktie allerdings wieder fallende Notierungen. Von 105 Euro ging es zuletzt bis auf das aktuelle Niveau von 85 Euro abwärts.

Nach mehreren Minustagen in Folge steigt mittlerweile die Wahrscheinlichkeit für eine kurzfristige Erholung, zumal die zaghafte Aufwärtstrendlinie knapp unterhalb des aktuellen Kurses verläuft. Die Zone von 80 / 85 Euro könnte für Stabilität sorgen.
Spätestens im Bereich von 76 Euro würde sich aufgrund der charttechnischen Unterstützungsbereichs ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis ergeben. Mittel- bis langfristig gesehen gehört TKMS aufgrund der starken Nachfrage und der steigenden Gewinnmarge zu den interessantesten Aktien auf dem deutschen Kurszettel. Konkrete Marken für den Kauf und Verkauf stelle ich im Allstar-Trader vor.
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Kauf- und Verkauf-Signale werden anhand der Charttechnik definiert, wodurch sich ein gutes Risiko-Profil ergibt. Wie erfolgreich dieser Ansatz funktioniert, kann an der Entwicklung der Vergangenheit abgelesen werden (wobei dies nie eine Garantie für die Zukunft darstellt): Selbst in schwachen Marktphasen konnte fast immer eine positive Rendite erzielt werden. Im Allstar-Depot handele ich nicht nur Long-Positionen, sondern setze in bestimmten Phasen über Bear-Zertifikate auch auf sinkende Kurse.
Beste Grüße und gute Trades
Dein
Bernd Raschkowski
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