Kommentar
12:04 Uhr, 26.02.2026

Stripe zeigt Interesse an PayPal: Übernahmegerücht treibt Aktie

Ein Deal, der den Zahlungsmarkt neu sortieren könnte: Stripe zeigt Interesse an PayPal, die Aktie reagiert sofort. Was hinter dem Gerücht steckt und warum Stablecoins über Stripe/Bridge und PYUSD dabei eine Rolle spielen.

  • Der Zahlungsdienstleister Stripe, eines der wertvollsten privaten Fintech-Unternehmen der Welt, erwägt laut Bloomberg eine Übernahme von PayPal oder Teilen davon. Die Überlegungen seien in einem frühen Stadium, ein Deal nicht sicher; beide Unternehmen wollten sich nicht äußern. Im Zuge der Übernahmegerüchte stieg PayPal zeitweise um rund 15 Prozent auf 48,5 US-Dollar und kam auf rund 43,5 Milliarden US-Dollar Börsenwert.
  • Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, weil Stripe selbst gerade neue Größenordnungen erreicht. In einem Mitarbeiter-Aktienverkauf wurde das privat gehaltene Unternehmen zuletzt mit 159 Milliarden US-Dollar bewertet. Stripe-Co-Founder Patrick Collison sagte diese Woche, PayPal habe in den vergangenen Jahren “offensichtlich eine harte Zeit” gehabt und verwies auf den verschärften Wettbewerb durch Apple Pay und Google Pay, ohne sich zu möglichen Übernahmeplänen zu äußern.
  • PayPal kämpft seit Längerem mit der Modernisierung seiner Zahlungsplattform und einem veränderten Marktumfeld. Reuters verweist zudem auf jüngste Turbulenzen im Management und Druck nach schwachen Prognosen.
  • Auch für Krypto ist die Deal-Spekulation relevant, weil Stripe zuletzt wieder stärker auf Stablecoin-Infrastruktur setzt. Stripe hat die Übernahme der Stablecoin-Plattform Bridge abgeschlossen. Über Bridge bietet Stripe Infrastruktur an, mit der Unternehmen Stablecoins wie USDC oder USDT annehmen und auszahlen sowie zwischen Fiat und Stablecoins konvertieren können.
  • PayPal wiederum verfügt mit PYUSD (auf der Solana Blockchain) über einen eigenen Dollar-Stablecoin, dessen Marktkapitalisierung laut Coinmarketcap-Daten bei rund 4,1 Milliarden US-Dollar liegt. Ein Deal würde damit nicht nur Reichweite im Checkout-Geschäft bündeln, sondern könnte auch die Rolle von Stablecoins als Zahlungsrail weiter in den Mainstream schieben.

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