Spanien will mit US-Militär kooperieren
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DJ IRAN-BLOG/Spanien will mit US-Militär kooperieren
Nachrichten, Kommentare, Einschätzungen und Entwicklungen im Nahen Osten:
Spanien hat zugestimmt, mit dem US-Militär bei dessen Operation gegen den Iran zu kooperieren, teilte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, Reportern am Mittwoch mit. "Das US-Militär koordiniert sich mit seinen Partnern in Spanien", sagte sie und fügte hinzu, dass US-Präsident Donald Trump die Zusammenarbeit aller amerikanischen Verbündeten in Europa erwarte. Trump hatte zuvor damit gedroht, den Handel mit Spanien einzustellen, da sich das Land geweigert hatte, den US-Streitkräften die Nutzung gemeinsamer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu gestatten.
Israel fängt gleichzeitige Angriffe aus dem Libanon und Iran ab
Das israelische Militär teilte mit, das Land sei am Mittwoch von zwei gleichzeitigen Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran sowie mit Raketen und Drohnen aus dem Libanon angegriffen worden. Beide Angriffe zielten auf das Zentrum Israels ab und seien abgefangen worden, teilte das Militär mit. Ein israelischer Militärvertreter sagte, Israel habe die militante Gruppe Hisbollah davor gewarnt, sich dem Iran bei Angriffen anzuschließen. "Aber einmal mehr wählt die Hisbollah das iranische Regime statt der Menschen im Libanon", sagte der Vertreter. "Die Hisbollah beweist in den vergangenen Tagen, dass die Hisbollah das iranische Regime ist und das iranische Regime die Hisbollah ist."
Iran warnt Golfstaaten und Kurden vor Kriegseinmischung
Die iranischen Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) haben angekündigt, ihre Angriffe auf arabische Golfstaaten fortzusetzen. Damit wollen sie den, wie sie es nannten, "amerikanischen Unterstützern", die dem US-Militär die Nutzung ihrer zivilen Einrichtungen zur Kriegsführung gestatteten, einen Preis abverlangen. "Die Fortsetzung des amerikanischen Betrugs in der Region wird mit dem Zusammenbruch der gesamten militärischen und wirtschaftlichen Infrastruktur in der Region enden", teilten die IRGC in einer Erklärung mit. Die IRGC, eine paramilitärische Gruppe mit rund 200.000 Kämpfern, teilte zudem mit, sie habe drei Raketen auf Stützpunkte kurdischer Separatistengruppen im benachbarten Irak abgefeuert.
Führender schiitischer Geistlicher verurteilt Krieg gegen Iran
Der irakische Ayatollah Ali al-Sistani, nun die oberste religiöse Autorität im schiitischen Islam, hat den amerikanischen und israelischen Krieg gegen den Iran verurteilt und "alle Muslime und freien Menschen der Welt aufgerufen, ihn anzuprangern und sich mit dem unterdrückten iranischen Volk zu solidarisieren". Der 95-jährige Sistani ist nach dem Tod des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei die führende Autorität für die weltweit rund 200 Millionen schiitischen Muslime und eine entscheidende politische Kraft im Irak. Am fünften Tag des Konflikts sagte er in einer Erklärung, es sei eine Verletzung internationaler Konventionen, einen umfassenden Krieg gegen einen anderen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen zu führen. Er fügte hinzu, dies schaffe "einen extrem gefährlichen Präzedenzfall", der schwerwiegende Folgen über den Nahen Osten hinaus haben könnte.
QatarEnergy kann kein LNG produzieren - höhere Gewalt
QatarEnergy hat mitgeteilt, dass es seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber seinen Käufern von verflüssigtem Erdgas (LNG) wegen Angriffen auf seine Anlagen nicht nachkommen kann. Das Unternehmen erklärte "Force Majeure" (höhere Gewalt), zwei Tage nachdem es die Produktion seiner Anlagen infolge eines iranischen Drohnenangriffs gestoppt hatte. Höhere Gewalt (Force Majeure) ist für Unternehmen eine Möglichkeit, von vertraglichen Verpflichtungen entbunden zu werden, und könnte ein Signal dafür sein, dass Katar nicht beabsichtigt, seine Gasanlagen bald wieder in Betrieb zu nehmen.
Hegseth setzt neuen Zeitrahmen für Krieg
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat erklärt, der Iran habe keine Hoffnung, länger durchzuhalten als die USA. Er nannte einen neuen Zeitrahmen für die Dauer des Krieges und sagte, dieser könne bis zu acht Wochen dauern. Die USA würden "durch die Wucht ihres Vorgehens" den "Ton angeben", sagte er. Hegseth nannte auf einer Pressekonferenz im Pentagon verschiedene Zeitrahmen für den Konflikt und erklärte, er könne sechs Wochen, vier Wochen oder weniger dauern.
USA versenken iranisches Kriegsschiff "Soleimani"
Das US-Militär hat das iranische Kriegsschiff Soleimani versenkt, wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach tagelangen US-amerikanischen und israelischen Angriffen im ganzen Land mitteilte. Die IRIS Shahid Soleimani, die nach Angaben der US-Streitkräfte am Dienstagabend versenkt wurde, ist das Typschiff einer iranischen Klasse von Raketenkorvetten. Hegseth nannte es das "Vorzeigeschiff" des Iran. Der Verteidigungsminister sagte zudem, die iranische Luftwaffe und Marine seien zerstört worden. "Die iranische Luftwaffe existiert nicht mehr", sagte Hegseth. "Die iranische Marine ruht auf dem Grund des Persischen Golfs."
Bessent kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung des Ölhandels an
Die USA stehen kurz davor, eine Reihe von Maßnahmen vorzustellen, um den Ölhandel im Golf zu stabilisieren. Finanzminister Scott Bessent sagte am Mittwoch, es würden weitere Maßnahmen angekündigt. "Wir werden eine Reihe von Ankündigungen machen", sagte Bessent in einem Interview auf CNBC. "Wir haben gestern mit der Ankündigung begonnen, dass die DFC [Entwicklungsfinanzierungsinstitution] an diesem Wochenende die Versicherung sowohl für Rohöltanker als auch für Frachtschiffe übernehmen wird, die im und um den Golf operieren."
Bessent: Regierung wird Angebot von Schiffsversicherungen diskutieren
US-Finanzminister Scott Bessent hat erklärt, die Regierung arbeite Maßnahmen aus, um den Ölfluss im Nahen Osten zu erleichtern, darunter auch durch die Straße von Hormus. Tausende von Schiffen warten auf die Durchfahrt durch die enge Wasserstraße, und mehrere Transportversicherer haben den Versicherungsschutz für Schiffe im Persischen Golf aufgehoben. Unterdessen bleiben die Ölmärkte wegen des eskalierenden Konflikts in höchster Alarmbereitschaft. Bessent sagte auf CNBC, der Leiter der U.S. International Development Finance Corporation habe für diesen Ernstfall seit Monaten einen Plan in der Schublade. Die Regierung werde in den kommenden Tagen auf Reeder und Versicherungsmakler zugehen, um Versicherungen und militärische Eskorten durch die Meerenge bereitzustellen.
Adidas-Vertriebsvorstand: Ein Laden in Israel getroffen
In Israel ist eine Filiale von Adidas getroffen worden. Bei dem Angriff auf den geschlossenen Laden seien keine Mitarbeiter verletzt oder getötet worden, sagte Vertriebsvorstand Mathieu Sidokpohou bei der Bilanzpressekonferenz des Konzerns. Vorstandschef Björn Gulden sagte, die Verkäufe in der Region könnten unter Ladenschließungen und Lieferschwierigkeiten bei einigen Produkten wegen des Nahostkonflikts leiden. Er nannte keine konkreten potenziellen Kosten.
Türkei: Nato-Luftverteidigung zerstört Rakete aus dem Iran
Die Nato-Luftverteidigung hat am Mittwoch eine vom Iran abgefeuerte Rakete abgeschossen, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Die Rakete sei zerstört worden, als sie den irakischen und syrischen Luftraum durchquerte und auf die Südtürkei zusteuerte, teilte das Ministerium in den sozialen Medien mit. Luftabwehrmunition der Nordatlantikpakt-Organisation (Nato) sei in einem offenen Gebiet in der südtürkischen Provinz Hatay niedergegangen und habe weder Verletzte noch Schäden verursacht, fügte das Ministerium hinzu.
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