Analyse
13:30 Uhr, 26.06.2026

SOFTBANK - Die Gans, die für eine Billiarde Eier legen soll

Masayoshi Son klingt nicht wie ein Vorstandschef, der sich auf einen geordneten Übergang vorbereitet. Er klingt wie ein Gründer, der noch einmal alles auf eine Karte setzt.

Bei der Hauptversammlung der SoftBank Group zeichnete der 68-jährige Konzernchef ein Bild, das selbst für seine Verhältnisse groß ist: SoftBank soll zur zentralen Infrastrukturgesellschaft für künstliche Superintelligenz werden. Nicht weniger als die Kontrolle über die "vier Ecken" des künftigen KI-Marktes beansprucht Son für sich: KI-Modelle, Halbleiter, Rechenzentren und Robotik.

Son präsentierte sich dabei als Getriebener der nächsten Technologiewelle. ChatGPT nutze er täglich, sagte er, teils zehn- bis zwanzigmal am Tag, um Ideen zu prüfen, Strategien zu diskutieren und Entwürfe weiterzuentwickeln. Für ihn ist KI längst mehr als ein digitaler Berater. Die nächste Stufe sei agentische KI, also Systeme, die nicht nur antworten, sondern selbstständig planen, entscheiden und handeln. Aus dieser Entwicklung leitet Son seine zentrale These ab: Künstliche Intelligenz werde zur Arbeitskraft, zum Forschungspartner, zum Lehrer, zum Arzt und schließlich zur Grundlage einer neuen sozialen Infrastruktur.

Die große Zahl hinter der Vision

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