Expertenkommentar

"Soft Landing": Selbst die Fed glaubt nicht mehr richtig an eine weiche Landung der Wirtschaft

Wenn Notenbanken davon sprechen, dass die Rückkehr zum Inflationsziel nicht schmerzfrei wird, wird offensichtlich kein Soft Landing mehr erwartet. Aber wieso?

US-Notenbankchef Powell hat zwar noch einige Jahre in seiner Amtszeit übrig, doch schon jetzt dürfte er den Grundstein für die Geschichtsbücher gelegt haben. Schmeichelhaftes wird dort nicht stehen. Unter kaum einem anderen Notenbankchef lagen die Prognosen derart falsch. Es begann bereits 2019 mit einer Liquiditätskrise, die zu einer Neuaufnahme von Anleihekäufen führte. Dann folgte die Fehleinschätzung, dass Inflation vorübergehend sein wird. Noch immer korrigiert die Notenbank ihre Inflationsschätzungen nach oben, ebenso die Zinserwartungen. Währenddessen wurde monatelang von einem Soft Landing gesprochen. Auch diese Erwartungshaltung wird mehr und mehr zurückgenommen. De facto prognostiziert die Notenbank inzwischen nicht nur eine Rezession, sondern ein Hard Landing. Um zu verstehen, wie es dazu kam, muss man wissen, wie der ursprüngliche Plan der Notenbank aussah.

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Über den Experten

Clemens Schmale
Clemens Schmale
Finanzmarktanalyst

Clemens Schmale hat seinen persönlichen Handelsstil seit den 1990er Jahren an der Börse entwickelt.

Dieser gründet auf zwei Säulen: ein anderer Analyseansatz und andere Basiswerte. Mit anders ist vor allem die Kombination aus Global Makro, fundamentaler Analyse und Chartanalyse sowie Zukunftstrends gemeint. Während Fundamentaldaten und Makrotrends bestimmen, was konkret gehandelt wird, verlässt sich Schmale beim Timing auf die Chartanalyse. Er handelt alle Anlageklassen, wobei er sich größtenteils auf Werte konzentriert, die nicht „Mainstream“ sind. Diese Märkte sind weniger effizient als andere und ermöglichen so hohes Renditepotenzial. Sie sind damit allerdings auch spekulativer als hochliquide Märkte. Die Haltedauer einzelner Positionen variiert nach Anlageklasse, beträgt jedoch meist mehrere Tage, oft auch Wochen oder Monate.

Rohstoffe, Währungen und Volatilität handelt er aktiv, in Aktien und Anleihen investiert er eher langfristig. Die Basiswerte werden direkt – auch über Futures – oder über CFDs gehandelt, in Ausnahmefällen über Optionen und Zertifikate.

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