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14:27 Uhr, 10.10.2026

Schluss mit Full Self-Driving: Tesla tauft sein Fahrassistenzsystem in Europa um

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Das Wichtigste in Kürze

  1. 01Umbenennung in Europa: Tesla nennt sein System auf europäischen Websites jetzt „Tesla Assisted Driving“ statt „Full Self-Driving (Supervised)“.
  2. 02Verfügbare Länder: Die neue Bezeichnung ist derzeit in den Niederlanden, Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien, Tschechien und Kroatien in Verwendung.
  3. 03Zulassung noch offen: Eine europaweite Genehmigung liegt nicht vor; Bundesverkehrsminister Bilger unterstützt sie nach einer Einigung über Technik und Haftung.

Tesla benennt sein System in Europa um

Auf den europäischen Websites von Tesla heißt das Fahrassistenzsystem, das bislang als „Full Self-Driving (Supervised)“ vermarktet wurde, jetzt „Tesla Assisted Driving“. Laut der Support-Seite des Unternehmens ist die neue Bezeichnung derzeit in den Niederlanden, Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien, Tschechien und Kroatien in Verwendung. In den USA hält Tesla dagegen am alten Namen fest.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der Tesla in Europa um die breite Zulassung des Systems ringt. Eine europaweite Genehmigung liegt bislang nicht vor. Die Umbenennung soll nach Informationen von Reuters das Verhältnis zu den europäischen Aufsichtsbehörden verbessern, weil der Name deutlicher macht, dass es sich um ein Assistenzsystem und nicht um autonomes Fahren handelt.

Für Tesla-Kunden in den acht Ländern ändert sich an der Funktion selbst nichts. Wer das System nutzt, bekommt dieselbe beaufsichtigte Fahrhilfe wie zuvor, nur unter anderem Namen. Die Support-Seite von Tesla beschreibt die Verwendung und die Verantwortlichkeiten des Fahrers unverändert.

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Assistenzsystem oder autonomes Fahren?

Tesla Assisted Driving ist ein beaufsichtigtes Fahrassistenzsystem. Das Fahrzeug übernimmt Teile der Fahraufgabe, aber der Fahrer bleibt jederzeit für die sichere Fahrzeugführung verantwortlich und muss aufmerksam bleiben. Ein autonomes Fahrsystem dagegen würde die gesamte Fahraufgabe übernehmen, ohne dass ein Mensch am Steuer aufpassen muss. Genau dieser Unterschied war der Kern der Kritik am früheren Namen „Full Self-Driving“.

Warum das deutsche Verkehrsministerium drängte

Der Anstoß kam aus Berlin: Das deutsche Verkehrsministerium hatte die frühere Bezeichnung als potenziell irreführend bewertet, weil das System nicht die gesamte Fahraufgabe übernimmt und der Fahrer aufmerksam bleiben muss. Laut Reuters hat Tesla die Umbenennung nach Gesprächen mit dem Ministerium angeboten, um die europäische Zulassung des Systems zu erleichtern.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger unterstützt einer CNBC-Berichterstattung zufolge eine EU-weite Zulassung, sofern es eine Einigung mit Tesla über die Bezeichnung, technische Fragen und die Haftungsverantwortung gibt. Für Tesla wäre eine europaweite Genehmigung ein wichtiger Schritt, um das System über die bisherigen acht Länder hinaus anzubieten.

Ein Detail aus dem Zulassungsverfahren berichtet Electrek: Deutschland wolle im EU-Verfahren akzeptieren, dass das System die zulässige Höchstgeschwindigkeit um bis zu 10 Prozent überschreiten darf. Dass der Mensch am Steuer vollständig verantwortlich bleibt, ist darin ausdrücklich eingeschlossen.

Wo die Zulassung gerade steht

Eine vorläufige EU-Typgenehmigung nach Artikel 39 Absatz 4 der Verordnung (EU) 2018/858 wurde am 10. April 2026 von der niederländischen Typgenehmigungsbehörde RDW erteilt, wie EVwire berichtete. Sie galt zunächst nur in den Niederlanden. Eine europaweite Genehmigung des Systems liegt zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht vor.

Die technischen Grundlagen des Systems bleiben derweil umstritten. Tesla setzt auf Kameras, während Wettbewerber wie Waymo zusätzlich Radar- und Lasersensoren einsetzen. Kritiker bezweifeln, dass Kameras bei schlechter Sicht oder grellem Sonnenlicht in allen Situationen ausreichen. Der neue Produktname beantwortet diese Debatte nicht.

Für die Nutzung in den acht Ländern gilt laut Tesla weiterhin: Der Fahrer bleibt für die sichere Fahrzeugführung verantwortlich, auch wenn Tesla Assisted Driving aktiviert ist. Das Unternehmen beschreibt die Funktion auf seiner Support-Seite ausdrücklich als beaufsichtigtes System.

Ein Name mit Geschichte

Die Umbenennung ist nicht der erste Kurswechsel bei der Bezeichnung. Auch den früheren Namen „Autopilot“ hatte Tesla nach juristischen Auseinandersetzungen aufgegeben. In den USA wird die Bezeichnung „Full Self-Driving (Supervised)“ jedoch weiterhin verwendet, wie Reuters berichtet. Tesla passt den Namen also regional an, nicht global.

Die unabhängige Verfügbarkeit des Systems hängt in Europa bisher an wenigen Märkten. Die acht Länder, in denen Tesla Assisted Driving laut Support-Seite angeboten wird, sind ein kleiner Teil des EU-Binnenmarkts. Eine EU-weite Genehmigung würde Teslas größte Absatzregion in Europa für das System öffnen, ohne dass jedes Land einzeln verhandeln müsste.

Ob die Umbenennung tatsächlich zu einer schnelleren Zulassung in weiteren EU-Ländern führt, ist offen. Reuters und Electrek berichten übereinstimmend, dass der Schritt die Chancen verbessern könnte, sobald eine Einigung über technische und haftungsrechtliche Bedingungen steht. Ein konkreter Zeitplan wurde bislang nicht genannt.

Meine Meinung dazu:

Ich als Tesla Fahrer hoffe, dass das Fahrassisztenzsystem damit endlich auch in Deutschland zugelassen wird. Es bewegt sich auf jeden Fall was – Michael Flender – Team Goldesel

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