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19:04 Uhr, 18.07.2024

Sartorius senkt Prognose für Gesamtjahr 2024

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FRANKFURT (Dow Jones) - Der Labor- und Pharmaausrüster Sartorius ist mit seiner Prognose für das laufende Jahr zurückgerudert. Wie der DAX-Konzern mitteilte, rechnet er im Gesamtjahr 2024 nun nur noch mit einem Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, mit einer Bandbreite einer niedrig einstellig negativen bis niedrig einstellig positiven Umsatzentwicklung. Bisher hatte Sartorius einen Umsatzzuwachs im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Die operative EBITDA-Marge sieht Sartorius nun bei 27 bis 29 Prozent (bisher: etwas über 30 Prozent). Die Investitionsquote bezogen auf den Umsatz soll in diesem Jahr auf Basis eines der Geschäftsentwicklung angepassten Investitionsprogramms nun bei etwa 12 (bisher: 13) Prozent und der dynamische Verschuldungsgrad bei rund 4 (bisher: leicht über 3) liegen.

"Sartorius hat seine Zielsetzung für das erste Halbjahr erreicht und im zweiten Quartal das angestrebte leichte Umsatzwachstum und eine robuste Profitabilität erzielt. Wie in den ersten drei Monaten war das Bild auch im zweiten Quartal außerordentlich gemischt: Deutlich positive Treiber waren Teile des Verbrauchsmittelgeschäfts und das Geschäft mit Kunden, die an Zell- und Gentherapien arbeiten", sagte Sartorius-Vorstandschef Joachim Kreuzburg. "Gleichzeitig stellen wir bei anderen Produktgruppen eine länger als erwartet anhaltende, ausgeprägte Nachfragezurückhaltung der Kunden fest. Weiterhin gedämpft zeigt sich auch die Marktdynamik in China." Angesichts der hohen Volatilität und eingeschränkten Prognostizierbarkeit blicke der Konzern bewusst vorsichtiger auf die zweite Jahreshälfte und erwarten erst im Schlussquartal eine zunehmende Nachfragedynamik.

Im ersten Halbjahr verzeichnete Sartorius einen moderaten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich (wechselkursbereinigt minus 2,2 Prozent, nominal minus 3,2 Prozent) auf 1,68 Milliarden Euro. Von April bis Juni legte der Umsatz um 3,6 Prozent zu. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr um wechselkursbereinigt 8,5 Prozent (nominal 7,5 Prozent) auf 1,558 Milliarden Euro.

Das operative EBITDA verringerte sich in den ersten sechs Monaten aufgrund von Volumen- und Produktmixeffekten um 8,8 Prozent auf 471 Millionen Euro. Daraus resultierte eine Marge von 28,1 (Vorjahr 29,8) Prozent. Das Periodenergebnis erreichte 148 Millionen Euro nach 202 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Stammaktie betrug 2,15 (Vorjahr 2,95) Euro, der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie 2,16 (2,96) Euro.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/brb/flf

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