RHEINMETALL – Jetzt wird wieder geklotzt!
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- Rheinmetall AG - WKN: 703000 - ISIN: DE0007030009 - Kurs: 1.065,800 € (XETRA)
Rheinmetall war von 2022 bis 2025 der absolute Anleger-Favorit auf dem deutschen Kurszettel. Die Aktie hat eine atemberaubende Rally hinter sich: Vor der Invasion Russlands in die Ukraine im Februar 2022 notierte das Wertpapier bei rund 80 EUR. Mit der neuen Realität in Europa schnellte Rheinmetall anschließend fast täglich einige Prozent nach Norden. Im Zuge der Zeitenwende zog der DAX-Titel auf sagenhafte 2.007 EUR empor (2025).
Doch wie immer folgte irgendwann eine Korrektur. In den letzten Monaten verlor der Verteidigungskonzern die Hälfte des Börsenwertes. Das Tief wurde im Juni dieses Jahres bei 902,50 EUR markiert. Nach einer technischen Erholung folgte im laufenden Monat ein erneuter Test der Jahrestiefstkurse.
Charttechnische Signale hellen sich auf
Doch in den letzten Tagen hellte sich das Bild plötzlich auf. Das Tief im Bereich von 900 EUR hatte eindrucksvoll gehalten, die charttechnische Unterstützung erwies sich als tragfähig. Anschließend folgte ein mehrtägiger Anstieg bis auf das aktuelle Kursniveau von 1.030 EUR. Damit steht der Abwärtstrend der vergangenen Monate zur Disposition!

Nach der heftigen Talfahrt sind nun erstmals die Chancen für eine neue Aufwärtsbewegung vorhanden. Sollte der Abwärtstrend der vergangenen Monate auf Schlusskursbasis gebrochen werden, dürften Anschlusskäufe einsetzten, welche für Kurspotenzial von etwa 20 % gut sein könnten.
Auftragsbestand auf Rekordhoch
Fundamental ist der Rüstungskonzern weiterhin stark aufgestellt. Rheinmetall kann eine historisch hohe Auftragslage vorweisen, der Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden EUR kommt hauptsächlich von der Bundeswehr im Zuge der Zeitenwende, teilweise aber auch von internationalen Auftraggebern.
Doch der Konzern bekommt die Aufträge nicht so schnell abgearbeitet wie gewünscht und befindet sich an der absoluten Kapazitätsgrenze. Dies ist Fluch und Segen zugleich – kurzfristig belasten logistische Grenzen, Investitionen und Übernahmen das Geschäft. Neben klassischen Rüstungsgütern stellt sich Rheinmetall zudem in Zukunftsfeldern wie der Drohnenabwehr oder autonomen, unbemannten Waffensystemen auf.
Als nächster operativer Meilenstein stehen am 5. November 2026 die Finanzergebnisse für das dritte Quartal an, die Aufschluss darüber geben werden, ob das Management sein Jahresumsatzziel von 13 bis 14 Milliarden EUR plangemäß erreichen kann.
Das sagen die Analysten
Das Stimmungsbild der Analysten ist geteilt. Nach der heftigen Rally der Jahre 2022 bis 2025 sehen einige Analysten nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial der Aktie. Die unsichere Planungsphase über das Jahr 2030 hinweg wird immer wieder thematisiert ("Irgendwann wird der Ukraine-Krieg enden.").
Andererseits bleibt die Großbank RBC Capital Markets mit ihrer Einstufung "Outperform" und dem Kursziel von 1.600 EUR sehr optimistisch. Bernstein Research hat die Aktie mit einem Kursziel von 1.200 EUR versehen und gibt sich moderat optimistisch. Skeptischer äußerte sich die Berenberg Bank, welche die Aktie kürzlich von "Buy" auf "Hold" herabgestuft hat und das Kursziel bei 1.020 EUR sieht.
Chance-Risiko-Profil passt wieder
Fazit: Für wird die Aktie jetzt erstmals nach langer Zeit wieder interessant. Nach der Korrektur von rund 2.000 auf 1.000 EUR passt für mich das Chance-Risiko-Profil wieder. Positive Impulse entstehen durch das hohes Wachstumstempo (fundamental) sowie der abgeschlossenen Korrekturphase der Aktie (charttechnisch).
Mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend ergibt sich für eine Aufwärtswelle mittelfristiges Kurspotenzial bis 1.300 EUR. Dort verläuft momentan die mächtige 200-Tage-Linie, welche vorerst als Widerstand gesehen werden kann. Ein langfristiger, charttechnischer Befreiungsschlag zeichnet sich für die Aktie erst ab, wenn diese Hürde des gleitenden Durchschnitts der letzten 200 Tage per Tagesschlusskurs überwunden werden sollte.
Für uns Trader oder Anleger wird die Aktie nach langer Zeit nun erstmals richtig spannend! Konkrete Kauf- und Verkaufs-Marken stelle ich stets im Allstar-Trader vor.
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Kauf- und Verkauf-Signale werden anhand der Charttechnik definiert, wodurch sich ein gutes Risiko-Profil ergibt. Wie erfolgreich dieser Ansatz funktioniert, kann an der Entwicklung der Vergangenheit abgelesen werden (wobei dies nie eine Garantie für die Zukunft darstellt): Selbst in schwachen Marktphasen konnte fast immer eine positive Rendite erzielt werden. Im Allstar-Depot handele ich nicht nur Long-Positionen, sondern setze in bestimmten Phasen über Bear-Zertifikate auch auf sinkende Kurse.
Beste Grüße und gute Trades
Dein
Bernd Raschkowski
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