Payrolls geben DAX kaum Impuls - Gerresheimer schwach
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DJ XETRA-SCHLUSS/Payrolls geben DAX kaum Impuls - Gerresheimer schwach
DOW JONES--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Mittwoch etwas nach unten gegangen. Der DAX schloss 0,5 Prozent tiefer bei 24.856 Punkten. Während die Indizes seit Tagen mehr oder weniger auf der Stelle treten, brodelt es bei den Einzelwerten. Mal ist es die Sorge, dass Künstliche Intelligenz im Geschäftsmodell wildert, wie nun bei Flatex. Oder das Unternehmen stellt sich bei der Bilanzierung selbst ein Bein, wie wieder einmal Gerresheimer, oder aber die Quartalszahlen liefern den Impuls.
Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht (Payrolls) überraschte am Nachmittag positiv, es wurden dort deutlich mehr Stellen im Januar geschaffen als erwartet. Der Dollar zeigte daraufhin Stärke, der Euro fiel auf 1,1855 leicht zurück und die Anleihen kamen kurzfristig unter Druck. Am Ende des Tages verschob sich aber die Erwartung des Markts, wann die US-Notenbank die Leitzinsen erneut senken könnte, auf Juli von Juni.
Siemens Energy (+8,4%) legte nach Einschätzung von RBC sehr starke Erstquartalszahlen vor. Diese fielen auf der Ergebnisseite klar über den Erwartungen aus. Positiv hoben die Analysten den um 22 Prozent besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang hervor.
Commerzbank gaben dagegen um 2 Prozent nach. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und der aktualisierte Ausblick waren etwas enttäuschend, wie Keefe, Bruyette & Woods schrieb. Das deutsche Kreditinstitut habe durchwachsene Ergebnisse und einen Ausblick für dieses Jahr vorgelegt, der keine neuen Impulse setze, da er bereits weitgehend den Konsenserwartungen entspreche.
Quer durch die Bank ging es für die Aktien aus dem Immobiliensektor nach oben. Vonovia legten um 2,8 Prozent zu, Tag Immobilien um 2,9 und LEG Immobilien um 3,3 Prozent.
Flatexdegiro schlossen knapp 11 Prozent tiefer. Für die Analysten von Jefferies war der Auslöser, dass KI-basierte Tools die etablierten Geschäftsmodelle im Sektor disruptieren und die großzügigen Margenprofile dieser Unternehmen unter Druck setzen könnten.
Schott top - Gerresheimer floppt
Als "überraschend gut" wurden die Geschäftszahlen von Schott Pharma (+6,4%) eingestuft. Die Profitabilität der Mainzer sei unterschätzt worden. "Dazu zieht sich der bessere Umsatz durch alle Segmente", sagte ein Händler.
Die Aktien des Wettbewerbers Gerresheimer brachen dagegen um gut 31 Prozent ein. Die Verschiebung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 wegen zusätzlicher Prüfungen zur Umsatzrealisierung und Rechnungslegung belaste das Vertrauen in die Bilanzqualität aufs Neue erheblich, hieß es von der DZ Bank. JP Morgan schrieb dagegen, bei Gerresheimer habe sich die Lage "von schlecht zu noch schlechter" entwickelt.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 24.856,15 -0,5% +2,0% DAX-Future 24.968,00 -0,4% +1,3% XDAX 24.894,51 -0,4% +1,7% MDAX 31.618,89 -1,1% +4,4% TecDAX 3.607,03 -1,2% +0,8% SDAX 18.089,79 -1,2% +6,7% zuletzt +/- Ticks Bund-Future 128,73 +12 YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag Index Gewinner Verlierer unv. Umsatz Aktien Umsatz Vortag Aktien Vortag DAX 17 23 0 5.411,3 80,7 4.538,1 61,1 MDAX 16 34 0 809,2 38,5 789,4 39,4 TecDAX 11 19 0 1.659,2 32,5 1.394,5 27,6 SDAX 23 46 1 222,0 13,0 157,6 9,1 Umsätze in Millionen Euro bzw. Stück ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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