Analyse
16:44 Uhr, 22.06.2026

ORACLE – Es bleibt ein Trauerspiel

Das kurze Aufbäumen der Aktie im Frühjahr wurde schon Anfang Juni von einem weiteren steilen Abverkauf zerstört. Auch die Quartalszahlen vom 10. Juni, die besser als erwartet ausgefallen waren, haben daran nichts geändert. Die enormen Investitionen in KI scheinen Anleger eher dazu zu veranlassen, Positionen abzubauen.

Oracle investiert und steigert seinen Kapitalbedarf für neue Rechenzentren und Infrastruktur auf bis zu 95 Mrd. USD im kommenden Jahr. Davon sollen, wie mein Kollege Sascha Gebhardt zuletzt berichtete, rund 40 Mrd. USD über Fremd- und Eigenkapital aufgenommen werden. Gigantische Summen, die selbst bei der starken Entwicklung im vierten Quartal die Frage aufwerfen, wer hier das Rennen macht: sprudelnde Umsatzquellen im zwei- bis dreistelligen Milliardenbereich (Stichwort "Remaining Performance Obligations") oder die Risiken der zunehmenden Verschuldung.

Mit Blick auf den Chart lässt sich sagen, dass derzeit die Skepsis überwiegt.

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