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Kommentar
11:15 Uhr, 03.11.2026

Ölpreisschwankungen und US Zwischenwahlen prägen die Märkte

Die Märkte sind mit unterschiedlichen Vorzeichen in den November gestartet. Der DAX gewann am Montag, während der S&P 500 und der Nasdaq nach anfänglichen Gewinnen tiefer schlossen. Der starke Ölpreisrückgang vom Wochenauftakt wurde am Dienstagmorgen teilweise wieder korrigiert. Heute stehen zudem die US-Zwischenwahlen im Fokus. Neue geldpolitische Nachrichten kommen aus Australien, wo die Zentralbank den Leitzins angehoben hat.

DAX legt zum Novemberstart zu

Der DAX schloss am Montag 0,63 Prozent höher bei 25.981,09 Punkten. Der MDax gewann 1,26 Prozent auf 30.855,37 Punkte. Nach den Verlusten vom Freitag unterstützten zunächst niedrigere Ölpreise und Meldungen über diplomatische Bemühungen im Konflikt zwischen den USA und Iran das deutsche Marktumfeld. Davon profitierten laut dpa-AFX unter anderem Reise- und Luftfahrtwerte.

DAX40 chart von TradingView

Wall Street gibt frühe Gewinne wieder ab

In New York verlief der Handel anders: Der S&P 500 verlor am Montag 0,5 Prozent auf 7.541,40 Punkte, der Nasdaq Composite gab 1,1 Prozent auf 25.164,32 Punkte nach. Der Dow Jones gewann hingegen 0,4 Prozent auf 51.983,98 Punkte. Eine frühe Erholung im S&P 500 hielt damit nicht bis zum Handelsschluss an. Schwächere Technologie- und KI-Aktien belasteten die großen Indizes, obwohl die Mehrheit der US-Aktien zulegte.

Öl dreht nach dem Preisrückgang wieder nach oben

Brent-Rohöl verbilligte sich am Montag um 7,6 Prozent. Am frühen Dienstag meldete Reuters jedoch wieder einen Anstieg um rund 1,6 Prozent. Auslöser waren Berichte über US-Angriffe auf die iranische Insel Qeschm in der Straße von Hormus. Am Vortag hatten Signale möglicher Friedensgespräche die Versorgungssorgen vorübergehend gedämpft.

Die erneute Anspannung zeigte sich auch vor dem europäischen Handelsstart: Um 08:12 Uhr MEZ lagen die DAX-Futures laut Reuters etwa ein Prozent im Minus. Das ist eine vorbörsliche Momentaufnahme und kein Schlussstand des Kassamarkts. Der Wechsel zwischen diplomatischen Signalen und militärischen Meldungen blieb damit ein wesentlicher Hintergrund der jüngsten Preisbewegungen.

Crude Oil chart von TradingView

Australiens Zentralbank erhöht den Leitzins

Die Reserve Bank of Australia hob am Dienstag ihr Ziel für den Tagesgeldsatz um 0,25 Prozentpunkte auf 4,85 Prozent an. Die Notenbank verwies in ihrer begleitenden Veröffentlichung auf die seit längerer Zeit zu hohe Inflation und ihr Ziel, diese in den angestrebten Bereich zurückzuführen. Damit lieferte Australien bereits zu Beginn der Woche einen neuen geldpolitischen Beschluss.

Fed und EZB hielten ihre Zinsen zuletzt stabil

Die US-Notenbank ließ ihr Leitzinsband am 28. Oktober unverändert bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Beschluss fiel mit zehn zu zwei Stimmen; zwei Mitglieder bevorzugten eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. In der Mitteilung bezeichnete die Fed die Inflation weiterhin als erhöht.

Die Europäische Zentralbank hielt am 29. Oktober ebenfalls an ihren Zinssätzen fest. Der Einlagenzins blieb bei 2,50 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,65 Prozent. Die EZB verwies auf die Risiken steigender Energiepreise für Inflation und Wachstum und legte sich nicht auf einen bestimmten weiteren Zinspfad fest.

Ausblick auf Wahlen und Arbeitsmarktdaten

Am heutigen Dienstag finden in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress statt. Zum morgendlichen Datenstand dieses Beitrags liegt noch kein Wahlergebnis vor. Ebenfalls heute veröffentlicht das US-Arbeitsministerium um 16:00 Uhr MEZ die JOLTS-Daten zu offenen Stellen und Personalbewegungen für September.

Am Donnerstag, dem 5. November, stehen der Zinsbeschluss der Bank of England und ihr neuer geldpolitischer Bericht an. Am Freitag folgt um 14:30 Uhr MEZ der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober. Er enthält neue Angaben zur Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Lohnentwicklung. Nach den Zinsentscheidungen der Vorwoche ergänzen diese Veröffentlichungen die Datenbasis zur wirtschaftlichen Lage.

Quellen:
1 | dpa AFX via Deutsche Börse | Dax legt zu vor Apple und Zwischenwahlen
2 | Associated Press | How major US stock indexes fared Monday
3 | Reuters via Investing.com | Europe stocks set to fall as US Iran tensions fuel oil rebound
4 | Reserve Bank of Australia | Entscheidung und geldpolitischer Bericht
5 | Federal Reserve | FOMC Statement
6 | Europäische Zentralbank | Monetary policy decisions
7 | Bureau of Labor Statistics | Veröffentlichungskalender November
8 | Bank of England | Kalender der geldpolitischen Beschlüsse

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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