Ölpreise steigen wegen möglicher US-Angriffe auf Iran
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel deutlich zugelegt. Ein Medienbericht über mögliche neue US-Angriffe auf den Iran stützte die Notierungen. Brent-Rohöl zur Lieferung im Dezember verteuerte sich zuletzt um 2,26 Prozent auf 102,56 US-Dollar je Barrel.
Dem Bericht zufolge soll das Weiße Haus das Pentagon aufgefordert haben, Optionen für Angriffe auf den Iran auszuarbeiten, die noch vor den US-Zwischenwahlen im November umgesetzt werden könnten. Damit würde die bisherige Erwartung einer Vermeidung weiterer Eskalationen vor der Wahl infrage gestellt. Über Umfang und Ziele möglicher Angriffe sowie deren Umsetzung werde noch beraten.
Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Preise durch Produktionsausfälle im Golf von Mexiko. Wegen eines herannahenden Tropensturms drosselten Ölproduzenten ihre Förderung um mehr als 510.000 Barrel pro Tag. Der Sturm verstärkte sich anschließend zu einem Hurrikan, der an der nördlichen Golfküste gefährliche Auswirkungen bringen soll.
Die Ölpreise sind in diesem Jahr bereits kräftig gestiegen. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat Exporte aus dem Nahen Osten eingeschränkt und Energieinfrastruktur beschädigt. Zudem wurde ein Tanker nördlich von Katar beschossen. Saudi-Arabien reagierte unterdessen auf Angriffe auf Flughäfen mit einer Militäraktion gegen 82 Ziele der Huthi-Miliz im Jemen. Das knappe Angebot an Ölprodukten, hohe Transportkosten und das Risiko einer weiteren Eskalation halten die Preise auf hohem Niveau.
Passende Produkte
| WKN | Long/Short | KO | Hebel | Laufzeit | Bid | Ask |
|---|
