Ölpreise geben nach – Diplomatie im Iran-Konflikt dämpft Sorgen
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Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt deutlich gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete im frühen Handel rund 110 US-Dollar und damit etwa drei Prozent weniger als am Freitag. Grund waren Signale für verstärkte diplomatische Bemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpften.
Beim Brent lief zudem der Dezember-Kontrakt aus. Dadurch ist nun der Januar-Future der Kontrakt mit dem nächsten möglichen Auslieferungstermin. Der Dezember-Kontrakt hatte am Freitag noch bei knapp 118 Dollar geschlossen.
US-Präsident Donald Trump will der Diplomatie mit dem Iran offenbar mehr Zeit geben, bevor er nach den Zwischenwahlen möglicherweise neue Angriffe anordnet. Er habe dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Präferenz für eine diplomatische Lösung mitgeteilt. Auch US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass bislang keine Entscheidung über neue Militärschläge getroffen worden sei.
Die Bemühungen um Gespräche ließen die Sorgen vor einer erneuten Eskalation etwas nach, obwohl Angriffe auf Schiffe rund um die Straße von Hormus andauern. Die USA und Israel hatten den Krieg Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen auf den Iran begonnen. Öl- und Gaspreise sind seitdem deutlich gestiegen.
Unterdessen beschloss der Ölverbund Opec+, seine Förderquoten im Dezember unverändert zu lassen. Die Gruppe hatte ihre freiwilligen Förderkürzungen bereits im September zurückgenommen. Wegen des Iran-Konflikts hat die Entscheidung jedoch vor allem symbolische Bedeutung. Die Kämpfe im Nahen Osten und Angriffe im Roten Meer bedrohen weiterhin Ölexporte und Förderanlagen in der Region.
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