Ölpreise geben leicht nach und steuern auf zweiten Wochengewinn zu
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Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel leicht nachgegeben und damit ihre Gewinne vom Vortag weitgehend behauptet. Brent-Rohöl zur Lieferung im Dezember verbilligte sich um 0,57 Prozent auf 105,32 US-Dollar je Barrel. Damit zeichnet sich der zweite Wochengewinn in Folge ab. Die zunehmenden Risiken für die Ölversorgung im Nahen Osten belasten den Markt stärker als die geplante Freigabe weiterer strategischer Ölreserven.
In der Straße von Hormus wurde ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen. Die Angriffe auf die Schifffahrt haben zuletzt zugenommen. Betroffen sind vor allem Tankschiffe und Frachter auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste. Die USA bemühen sich, Handelsschiffe zu unterstützen und den Transport von Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Der Iran fordert dagegen eine Passage entlang seiner Küste.
Die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur wollen die noch ausstehende Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl aus einer im März beschlossenen Notfallmaßnahme vollständig umsetzen. In den USA sind die Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 8,6 Millionen Barrel gesunken – so stark wie seit Februar nicht mehr.
Marktbeobachter rechnen mit einer weiteren Eskalation des Konflikts. Die Wahrscheinlichkeit einer Verschärfung wurde zuletzt deutlich höher eingeschätzt. Die derzeitige Pattsituation gilt insbesondere für die USA als zunehmend unhaltbar.
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