Nokia: KI-Netze als Wachstumstreiber
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Nokias Q3-Zahlen zeigen, dass der KI-Boom in der Netzinfrastruktur ankommt. Der Umsatz erreichte 5,15 Mrd. € und übertraf den Konsens leicht; die vergleichbare Bruttomarge lag mit 44,6% ebenfalls knapp über Erwartung. Besonders stark: Die vergleichbare operative Marge erreichte 11,7% statt der erwarteten 8,9%. Ein Teil des Beats beruht allerdings auf vorgezogenen Erlösen aus dem Schlussquartal. Haupttreiber war Mobile Infrastructure mit 14,5% Marge.
Die Fantasie bei Nokia liegt wie bereits mehrfach thematisiert bei IP- und optischen Netzen. Der Umsatz mit IP Networks wuchs um 43% zum Vorjahr, wohl dank zusätzlicher Switch-Verkäufe an Google. Optische Netze legten 18% zu, werden aber noch durch Kapazitätsengpässe gebremst. Die KI- und Cloud-Aufträge stiegen im Jahresvergleich um 123% auf 1,5 Mrd. €, nach 2,8 Mrd. € im 2. Quartal. Für 2026 soll IP plus Optical etwas stärker als die bisher avisierten 18–20% wachsen; 2027 stellt Nokia 25–30% in Aussicht. Für den Konzern gilt 2026 weiter eine breite operative Gewinnspanne von 2,1–2,6 Mrd. €.
Der Investmentcase steht und fällt mit dem KI-Netzausbau. Der aktuell abkühlende KI-Zyklus setzt die Aktie technisch unter Druck. Abwarten.
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