Analyse

MUTARES - Nun wollen sie sie alle

Das Börse ein Irrenhaus ist, zeigt gut das Beispiel von Mutares. Jahrelang lag die Aktie mit hohen Dividendenrenditen wie Blei in den Regalen. Heute sprintet sie auf ein neues Allzeithoch. Die Geduld vieler Anleger hat sich folglich ausgezahlt.

Erwähnte Instrumente

  • Mutares SE & Co. KGaA - WKN: A2NB65 - ISIN: DE000A2NB650 - Kurs: 22,500 € (XETRA)

Die Aktie von Mutares wird mir immer im Gedächtnis bleiben, allerdings auch größtenteils negativ. Auf den Wert setzte ich vor einigen Jahren, als ich noch ein Dividendendepot auf Guidants geführt hatte. Die Dividendenrenditen der Aktie der Beteiligungsgesellschaft, die sich auf Restrukturierungsfälle spezialisiert hat, lagen damals im hohen einstelligen Prozentbereich, zeitweise sogar im zweistelligen Bereich. Und dennoch interessierte sich kaum jemand für das Papier. Im Coronacrash fiel es sogar bis auf ein Allzeittief von gut 6 EUR. Erst seither geht es wieder aufwärts.

Was mich aber freut: Das Timing, die Aktie wieder auszugraben und auf dem GodmodeTrader vorzustellen, war perfekt. Nach längerer Pause gab es im Juli 2020 einen ersten Hinweis, damals bei Kursen um 10 EUR. Es folgten Updates im Oktober 2020 und Februar 2021, die sich ebenfalls als goldrichtig erwiesen. Inzwischen ist die Zielzone zwischen 21 und 22 EUR erreicht, ja wird heute sogar übertroffen. Für 2020 wird Mutares eine Dividende von ingesamt 1,50 EUR je Aktie ausschütten. Bei Kaufkursen um die 10 EUR ergibt sich somit eine Dividendenrendite von beeindruckenden 15 %. Manchmal dauert es eben länger, bis der Markt aufwacht. Um das Timing zu verbessern, lohnt sich daher die Kombination von Fundamental- und Chartanalyse.

Die heute gemeldeten Zahlen stellen keine Überraschung dar. Der Konzernumsatz kletterte aufgrund zahlreicher Zukäufe im Jahr 2020 von 1,02 auf 1,58 Mrd. EUR. Der Jahresüberschuss der Holding stieg um 48 % auf 33,4 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,78 EUR nach 1,37 EUR im Jahr 2019. Für das laufende Jahr stellt das Management einen weiteren signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse in Aussicht. Die Basisdividende von 1,00 EUR je Aktie sollte auch für das Geschäftsjahr 2021 gezahlt werden. Als Konsens hat der Markt inzwischen sogar die 1,50 EUR in die Zukunft fortgeschrieben.

Jahr 2020 2021e* 2022e*
Umsatz in Mrd. EUR 1,58 2,75 2,70
Ergebnis je Aktie in EUR 1,78 -2,89 0,40
KGV 13 - 56
Dividende je Aktie in EUR 1,50 1,50 1,50
Dividendenrendite 6,67 % 6,67 % 6,67 %
*e = erwartet

Weil es so schön lief, anbei der alte Chart noch einmal als Bild. Ich werde mir den wohl selbst einrahmen, nachdem mir die Aktie gerade auch im Jahr 2018 viel Ärger bereitet hat.

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Abschließend noch der Monatschart. Auf Intraday-Basis steigt die Aktie heute über das Allzeithoch bei 22,00 EUR. Damit könnte im Big Picture ein Ausbruch gelingen. Das Problem liegt aber darin, dass die Aktie bereits von 15 EUR kommt und extrem überhitzt ist. Die Hauptantriebswelle seit dem Sommer 2020 dürfte so langsam auslaufen. Den Ausbruch direkt zu kaufen, könnte daher tricky werden. Sowieso stellen aus Investorensicht die aktuellen Kurse keinen interessanten Einstieg mehr dar. Es bietet sich an, sich die Aktie als inzwischen Outperformer der vergangenen Monate in Deutschland auf die Watchlist zu nehmen. Nach mehrwöchigen Konsolidierungen im Bereich von 22 und 21 EUR könnte man zumindest als Trader wieder mit einem besseren Chance-Risiko-Verhältnis zugreifen. GodmodeTrader wird Sie wie gewohnt auf dem Laufenden halten.

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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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